1.Männer

B. Husgen

Für den VfB Weißwasser konnten die beiden Spielrunden der zurückliegenden Saison unterschiedlicher nicht sein. Sah sich das Team nach der Hinrunde auf Platz 8 mit 20 Punkten, erzielte es in der Rückrunde fast doppelt so viele (36) und katapultierte sich zur zweitbesten Mannschaft, was am Ende Rang 4 bedeutete. Noch genauer gesagt, teilten sich die ersten 15 Partien in 5 Niederlagen, 5 Unentschieden und 5 Siege, dem gegenüber stehen 1 Niederlage, 3 Unentschieden und sage und schreibe 11 Siege, davon 8 am Stück in den letzten 15 Spielen.
Nach Betreiben der Ursachenforschung kam Trainer André Fritsche zu folgenden Erkenntnissen: Der in der Saison sich stark entwickelnde Tom Wiesner fehlte zunächst auf der Verteidigerposition, weil er für den verletzten Mannschaftskapitän Steven Knobel das Gehäuse hütete. Das soll aber keineswegs heißen, dass er verantwortlich für viele Gegentore und den daraus resultierenden Niederlagen ist. Des Weiteren testete der VfB Weißwasser in der Sommerpause ungewöhnlich oft, da blieb für den athletischen Bereich wenig Zeit. Die schwere Verletzung des Stammkeepers resultierte aus einer dieser Begegnungen.
Insgesamt liefen 32 Spieler in dieser Saison für den VfB Weißwasser auf. Neben Tom Wiesner legte auch Toni Seeber in der Verteidigerposition über die gesamte Spielzeit mächtig zu. Auch die neue Rolle des Ben Pohling als Spielgestalter hinter den Spitzen brachte die Mannschaft weiter. Letztendlich wurde er mit 16 Treffern interner Torschützenkönig und landete in der Gesamtligawertung auf Platz 7. Außerdem hält er mit 29 Einsätzen die Spitzenposition im Team. Effektiver noch war Routinier Stefan Beil, der es auf 10 Tore bei nur 13 Einsätzen brachte. Sein Engagement, vorrangig in der Rückrunde, trug Früchte. Gleiches gilt auch für Christopher Robel. Weiterhin hatten Robert Balko in 28 Spielen viel Einsatzzeit, gefolgt von Toni Seeber, Markus Radestock und Tom Wiesner mit je 27 Kicks und Neuzugang Eric Pötzsch mit 26.
Die spielerische Steigerung vollzog sich hauptsächlich in der Abwehrarbeit. Aussagekräftig ist dazu die Torbilanz. Gab es für die 1.Runde noch ein negatives Torverhältnis von 33:38, ließ die Verteidigung in der 2.Runde nur noch ganze zehn Treffer zu, während der Angriff 37 Mal erfolgreich war. Wenn der VfB zukünftig noch weiter oben mitspielen möchte, müssen unbedingt die Chancen effektiver genutzt werden. Der FSV Oderwitz 02 machte das den Glasmacherstädtern vor. Das war übrigens auch die Mannschaft, die den Kickern vom Turnerheim die einzige Rückspielniederlage bescherte.
Wie wichtig Robert Bens für das Spiel der Turnerheimkicker ist, bewies er in 22 Partien durch seine Grundschnelligkeit und den Blick für den gut postierten Mitspieler. Johann Fischer half der Mannschaft vorrangig in der Hinrunde, dann zwang ihn eine Verletzung zur Pause und zum Aufbau bei der 2. des VfB.
Was einzigartig in der Liga ist, war die Unterstützung der Fußballer durch die Eishockeyspieler. René Michalk und Daniel Wimmer liefen an insgesamt 5 Spieltagen für die 1909er auf.
Die weitesten Wege legte Neuzugang Alex Frühauf zurück, der von seiner Bundeswehrtätigkeit stets direkt zu den Punktspielen anreiste. Um immer Fußball zu spielen, ist Tom Wiesner sowohl zum Training als auch zu den Punktspielen zwischen Dresden und Weißwasser gependelt, manchmal hatte er Christopher Robel an seiner Seite.
Zum Trainingsweltmeister des Teams avancierte Martin Tzschacksch, der erneut in dieser Saison eine verlässliche Bank war. Ließ es der Schichtplan zu, war er mit Bruder Oliver gemeinsam im Team. Wenn von der Verbesserung in der Abwehrarbeit gesprochen wurde, gehört unbedingt noch Oliver Kraatz mit hinzu, der zwar mit 9 Gelben Karten versehen wurde, dafür aber stets in höchster Not zur Stelle war. Gleiches galt für Steven Knobel im Tor des VfB, der manch gegnerischen Angreifer schier zur Verzweiflung brachte, weil er sowohl weit in den Strafraum hinein agierte als auch auf der Linie eine Klasse für sich war. Neben Tom Wiesner stellte sich für eine Partie Routinier Tom Rank zwischen die Pfosten. Danke dafür.
Auch den aufsteigenden Junioren wird im Verein die Möglichkeit gegeben, bei den Männern Fuß zu fassen. In dieser Saison zählten Markus Radestock mit Stammplatzgarantie und Kuno Hildebrandt zu denen. Letzterer half, wie auch Conrad Bleyel, Charly Lerche, Max Leschke, Sven Mettke und Paul Schimek aus dem zweiten Team aus. In der Rückrunde stieß Arnold Hilsky von seiner Weltreise heimgekehrt wieder zur Mannschaft und zeigte vorbildlichen Einsatz.
Wie fast in jedem Jahr sind im Verlauf der Spielzeit Verluste im Personal zu kompensieren. So kicken Anton Wigan, Norman Reher und Paul Köppen nicht mehr für den VfB, auch Toni Kubisch Einsatz hielt sich in Grenzen und war immer gesundheitsabhängig. Zur Halbserie kam der einzige ausländische Spieler in der Mannschaft nach Weißwasser. Doch so sehr sich Mariusz Kostek auch bemühte, mit der derzeitigen Spielanlage konnte er sich bis zum Schluss nicht so richtig anfreunden. Karsten Frischkorn stellte sich als Dienstältester gegen Neueibau der Mannschaft zur Verfügung und Steffen Kästner sagte bei seiner „alten Liebe“ – VfB Weißwasser viermal „Hallo“ und erzielte sogar gegen Rauschwalde einen Treffer.
Um über die gesamte Saison immer eine spielfähige Mannschaft und dazu noch einige Wechsler zu haben, sind solche uneigennützigen Kicker von großem Wert. Diesen gilt unsere Achtung und der Dank.
Doch was ist ein Team ohne Verantwortliche und Helfer! Das sind insbesondere der Trainer André Fritsche, der es geschafft hat, die Spielweise und die Personen so aufeinander abzustimmen, dass sich Erfolg einstellte, Co-Trainer Jens Krautz, der die Fäden im Hintergrund zusammenhielt und Mannschaftsleiter Karsten Frischkorn, dem für die Befindlichkeiten eines jeden kein Weg zu weit wurde. Fast unsichtbar blieb die gute Fee Karola Hildebrandt, die sich der Spielerkleidung annahm.
Einmalig waren wieder die Fans des VfB Weißwasser. Nicht nur, dass sie bei Auswärtsbegegnungen  in Erscheinung traten, sondern von allen Mannschaften der KOL unterstützten sie am zahlreichsten ihre Fußballer. Im Durchschnitt kamen zu den Heimspielen 126 Zuschauer, wobei nur 14 ausgetragen werden durften. Die Reserve des NFV Gelb-Weiß Görlitz verwehrte ausgerechnet den letzten Punktspieltag. Viele traurige und verständnislose Gesichter bei Fußballern und Anhängern blieben am Turnerheim zurück.
Für die kommende Saison hat sich der VfB Weißwasser auf fünf Positionen verstärkt und einiges vorgenommen. In loser Folge werden wir nach Trainingsauftakt die „Neuen“ im Team vorstellen.

B. Husgen                         
1.Vorbereitungsspiel zur Saison 2016/17, Weißwasser am Sa, 16.07.2016

VfB  Weißwasser 1909                      5    ( 4 )       
FSV Dynamo Eisenhüttenstadt        5    ( 1 )

Mit einer torreichen Partie eröffneten die Kicker vom Turnerheim ihre Testserie in die neue Saison. Was auf Seiten des VfB möglich ist, zeigte sich besonders in der ersten Hälfte. Da nutzten die Platzbesitzer die Probleme der Gäste von der brandenburgischen Landesligavertretung rigoros aus, als diese mit den Bedingungen auf dem Kunstrasen noch nicht klar kamen.
Neuzugang Alexander Ullrich sorgte bereits in der 3.Minute für die schnelle Führung, die von Axel Buder an der Mittellinie vorbereitet wurde. Nach einem Freistoß von Florian Franke prallte das Leder in der 10.Minute von der Brust von Steven Frühauf so ab, dass dem Gästekeeper Grummt keine Abwehrmöglichkeit blieb. Der dann folgende Zwischenspurt der Eisenhüttenstädter trug noch keine Früchte. Durch Standards erzielten sie zunächst Gefährlichkeit. Mit einem Bilderbuchkonter über Florian Franke, der auf den an der rechten Außenbahn sprintenden Johann Fischer passte und der wiederum auf Stefan Beil flach in den Strafraum ablegte, erzielte letzterer in der 22.Minute die 3:0 Führung. Über den erneuten Anstoß der Dynamos hinweg, fegte die nächste Angriffswelle des VfB. Alexander Ullrich brachte die Vorlage in einer entblößten FSV-Abwehr auf Johann Fischer, der in der 24.Minute auf 4:0 erhöhte. Und nur sechs Minuten später schoss Stefan Beil den herauslaufenden Schlussmann aus Eisenhüttenstadt an, sonst wäre die Führung noch deutlicher. Im Zentrum der Weißwasseraner Abwehr stand ein bärenstarker Axel Buder, der sich uneingeschränkt die Lufthoheit eroberte. Trotzdem kamen die Gäste noch vor dem Halbzeitpfiff zur Resultatskosmetik. Dimitrij Altengof dribbelte in der 42.Minute zielstrebig in Richtung Knobel-Gehäuse und legte dem Torschützen Eric Wernicke das Leder in die Gasse. In dieser Szene erschien die VfB - Abwehr sehr passiv und überrascht. Unter den Fans gab es für das Auftreten ihrer Mannschaft viel Lob.
In der zweiten Hälfte machten sich die Trainingskilometer in den Beinen der Gastgeber deutlich bemerkbar. Das nutzten nun ihrerseits die Dynamos aus Eisenhüttenstadt aus und kamen bis zur Führung. In der 57.Minute holte Konstantin Klippenstein geschickt einen Elfmeter heraus, den Steven Frühauf eiskalt zum 4:2 verwandelte. Im Zusammenspiel von Eric Wernicke auf der rechten Außenbahn und Konstantin Klippenstein im Zentrum erhielt Dimitrij Altengof per Hackentrick das Leder und schob zum 4:3 in der 68.Minute ein. Kevin Frühauf erzielte nur fünf Minuten später den inzwischen verdienten Ausgleich, da die Abstimmung auf Seiten der Weißwasseraner nun Reserven zeigte. Glück hatten sie, als der Freistoß von Maik Frühauf in der 77.Minute an den Pfosten klatschte. Dieses war aber nur von kurzer Dauer. Eine Minute später gingen die Gäste durch Konstantin Klippenstein mit 5:4 in Führung. Den verdienten Ausgleich besorgte dann der Neuzugang Sebastian Kölzow durch einen direkten Freistoß in der 82.Minute. Und mit einer Glanztat gegen Konstantin Klippenstein beendete Steven Knobel im Tor des VfB in der 87.Minute diese torreiche Begegnung.
Alle neuen Gesichter am Turnerheim zeigten sich entweder treffsicher oder mit Blick für den besser postierten Nebenmann. Auch Felix Brückner, der mit einer Spielberechtigung für Freundschaftsspiele in dieser Partie mitkickte, schloss sich nahtlos an. Bereits am Mittwoch können sich die Männer wieder beweisen, wenn der Landesligaaufsteiger von der Eintracht aus Niesky auf dortigem Kunstrasenplatz wartet.

Torfolge:  1:0 Alexander Ullrich (3.), 2:0 Steven Frühauf (10.ET), 3:0 Stefan Beil (22.), 4:0 Johann Fischer (24.), 4:1 Eric Wernicke (42.), 4:2 Steven Frühauf (57.FE), 4:3 Dimitrij Altengof (68.). 4:4 Kevin Frühauf (73.), 4:5 Konstantin Klippenstein (78.), 5:5 Sebastian Kölzow (82.)

Aufstellung VfB Weißwasser 1909: Steven Knobel – Axel Buder, Robert Balko, Florian Franke, Christopher Robel, Martin Tzschacksch, Mariusz Kostek, Eric Pötzsch, Toni Seeber, Johann Fischer, Robert Bens, Stefan Beil, Sebastian Kölzow, Gastspieler Felix Brückner
Gelbe Karte: Axel Buder, Florian Franke   

Aufstellung FS Dynamo Eisenhüttenstadt: Sebastian Grummt – Jan Kretschmann, Dimitrij Altengof, Maik Frühauf, Kevin Frühauf, Jörg Wiegel, Konstantin Klippenstein, Steven Frühauf, Eddi Hantelmann, Maxim Altengof, Daniel Friedrich, Matthias Engelmann, Robert Glaser, Eric Wernicke
Gelbe Karte:   Daniel Friedrich

Schiedsrichter:  Steffen Seidel (SV Blau-Weiß Lodenau)
Linienrichter:      Enrico Petrick (SG Mücka) und Steffen Socke (SV Klitten/Boxberg)

Zuschauer:      64

B. Husgen
2. Vorbereitungsspiel zur Saison 2016/17, Niesky  am Mi, den 20.07.2016

FV Eintracht Niesky              1    ( 0 )
VfB Weißwasser 1909        3    ( 0 )

Auch im zweiten Test gegen einen höherklassig spielenden Gegner blieb der VfB Weißwasser 1909 ungeschlagen. Urlaubsbedingt mit leichten Änderungen in der Aufstellung zum Samstag kamen die Männer vom Turnerheim am Ende zu einem verdienten 3:1 bei der Eintracht in Niesky. Die Gastgeber, ebenfalls nicht aus dem Vollen schöpfend, sorgten in den ersten Minuten für einige Verwirrungen in der Gästehintermannschaft. Doch beide Male verzog Lukasz Szynke (2., 7.) relativ frei stehend. An diesen Stellen hätte die Partie einen anderen Verlauf nehmen können. Danach kamen die Kicker vom Turnerheim besser ins Spiel. In der 8.Minute flankte Robert Bens von links Richtung Strafraum, den Abpraller klatschte Ben Pohling Volley an den linken Pfosten. Auch der Freistoß von Sebastian Kölzow in der 14.Minute und von Ben Pohling mit dem Hinterkopf verlängert, verfehlte nur um Zentimeter sein Ziel.
Thomas Kliemt auf Seiten der Gastgeber suchte immer wieder selbst den Abschluss oder sah den besser postierten Nebenmann. Aber auch Sebastian Kölzow probierte in der 23.Minute auf Vorlage von Robert Bens sein Glück. Wieder fehlte ein wenig Raum zum Jubel. Ebenso erging es Stefan Beil kurz vor dem Pausenpfiff, als ihn Alexander Ullrich mit langer Flanke in Kopfhöhe zum Torerfolg zwingen wollte. Davor kamen die Gastgeber durch einige Standardsituationen zu Gelegenheiten, die von der Weißwasseraner Verteidigung immer höchste Konzentration erforderten, aber gemeistert wurden. Etwas unverständlich war die harte Gangart der Platzbesitzer, die mit der Auswechslung von Markus Radestock in der 17.Minute bereits einen Verletzten zur Folge hatte. Trotz vieler Möglichkeiten blieb die Partie bis zum Pausenpfiff torlos.
Die Treffer hoben sich beide Teams für den zweiten Teil auf. Etwas unglücklich für den VfB fiel der Führungstreffer der Gastgeber in der 48.Minute. Der Freistoß von Thomas Kliemt ging Richtung Mauerecke an den linken Pfosten und Tobias Wittek stand goldrichtig im Zentrum für den Abpraller.
Trotzdem zeigten sich die Gastgeber weiterhin nicht unbezwingbar. Schon der Freistoß von Sebastian Kölzow auf Ben Pohling in der 51.Minute hatte den Ausgleich verdient. Auch das anschließende Dribbling von Robert Bens brachte dieser noch zum sehenswerten Abschluss. Und immer wieder fehlten die berühmten Zentimeter… Nachdem dann Sebastian Kölzow mit einem akuraten Antritt in den Nieskyer Strafraum eindrang, konnte er nur noch durch Foul vom Ball getrennt werden. Martin Tzschacksch verwandelte den berechtigten Elfmeter in der 68.Minute mit platziertem Schuss ins rechte untere Eck zum Ausgleich. Der inzwischen eingewechselte Mariusz Kostek setzte sich nur wenige Minuten später an gleicher Stelle durch und kam zu einer präzisen Hereingabe, die Felix Brückner sein erstes VfB-Tor und die 2:1 Führung der Gäste in der 76.Minute ermöglichte. Und auch am letzten Treffer dieser Partie waren wieder die diesjährigen Neuzugänge des VfB Weißwasser beteiligt. In der 85.Minute flankte zunächst Sebastian Kölzow in den Strafraum, in Alexander Ullrich fand er seinen Abnehmer, wobei zunächst der Pfosten für Niesky klärte. Doch Ben Pohling war mit aufgerückt und versenkte den Abpraller per Kopf zum 1:3 Endstand.
Auch dieser Vergleich war für beide Teams eine Bestandsaufnahme und ein Meilenstein auf dem Weg zum Saisonauftakt.
Das nächste Aufeinandertreffen für den VfB findet am Samstag statt. Dann begrüßen die Männer von Trainer André Fritsche um 15:00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des Turnerheims die Westlausitzer von der DJK Blau-Weiß Wittichenau.

Torfolge: 1:0 Tobias Wittek (48.), 1:1 Martin Tzschacksch (68.FE), 1:2 Felix Brückner (76.),1:3. Ben Pohling (85.)

Aufstellung FV Eintracht Niesky: Waldemar Golinski – Daniel Schlegel, Richard Dominik, Tobias Wittek, Jens Garbe, Thomas Kliemt, Lukasz Szynke, Oliver Nitsche, Marc Höher, Christoph Wetzke, Toni Heide, Bruno Preuß
Gelbe Karte: Oliver Nitsche, Lukasz Szynke

Aufstellung VfB Weißwasser 1909: Steven Knobel – Florian Franke, Robert Balko, Tom Wiesner, Christopher Robel, Martin Tzschacksch, Robert Bens, Mariusz Kostek, Markus Radestock, Felix Brückner, Stefan Beil, Eric Pötzsch, Ben Pohling, Sebastian Kölzow
Gelbe Karte:   keine

Schiedsrichter: Aleksandr Pirogov (NFV Gelb-Weiß Görlitz 09)
Linienrichter: Christian Walter (SV Aufbau Kodersdorf) und Steffen Seidel (SV Blau-Weiß Lodenau)

Zuschauer:   48

B. Husgen                         
3.Vorbereitungsspiel zur Saison 2016/17
Weißwasser am Sa, 23.07.2016

VfB  Weißwasser 1909                4    ( 2 )       
DJK Blau-Weiß Wittichenau        2    ( 1 )

Im dritten Testduell zur neuen Saison siegte der VfB Weißwasser gegen den Westlausitzer Kreisoberligisten aus Wittichenau mit zweimal 2:1. Die Gäste hatten sich einiges vorgenommen und agierten druckvoll, störten den Ballführenden recht schnell und erschwerten damit zunächst den Spielaufbau der Platzbesitzer erfolgreich. In der 9.Minute hatte der VfB Glück, als eine von Simon Kubaink umgelenkte Flanke nur minimal über das Weißwasseraner Gehäuse flog. Auf der anderen Seite knallte in der 12.Minute Axel Buder einen Freistoß aus 22 m an die Querlatte. Eine Minute später ertönte Jubel im Turnerheim. Der Freistoßschütze passte diagonal nach links auf Toni Seeber, der das Leder sofort in den Lauf von Eric Pötzsch weiterleitete. Aus relativ spitzem Winkel zog letzterer dem Keeper Michael Kliemank mit dem Ball einen Scheitel. Nur wenig später behielt der Weißwasseraner Schlussmann in einer Überzahlsituation gegen den Schuss von Simon Kubaink die Kontrolle. Und wieder belohnten sich die Gastgeber bei schneller und präziser Spielweise mit einem Treffer. Das 2:0 durch Stefan Beil leitete erneut Axel Buder mit einem Aufbaupass zu Sebastian Kölzow ein. Dieser steckte zu Tom Wiesner durch, der in der Mitte dem Torschützen das Leder auf den Kopf präsentierte. Bis zum Ende der ersten Hälfte nutzte der VfB keine seiner Möglichkeiten mehr (26.Franke, 30.Beil, 38.Pohling), stattdessen wurde jetzt den Gästen wieder mehr Raum gelassen. Mit der Einwechslung des spielenden Trainers Waldemar Adamowicz gewann das Spiel der Wittichenauer an Gefährlichkeit. Er ging an diese Stellen und schaffte durch kluge Pässe oder eigenen Abschluss Torchancen. Folgerichtig war der Anschlusstreffer in der 31.Minute. Ein nicht verhindertes Abspiel, einen nicht abgewehrten Ball legte Paul Graf zum 2:1 in die Maschen. Mit den Anspielen in die Nahtstellen der Abwehr agierten die Gäste weiterhin bis zum Pausenpfiff gefährlich. Im Unterschied zur Mittwochpartie gegen Niesky zeigten sich heute in der Abwehr größere Abstimmungsprobleme. Diese gilt es in der bleibenden Vorbereitungsphase noch zu beheben.
Nach der Pause kamen die Kicker vom Turnerheim nur schwer wieder in Tritt. Die vielen Trainings- und Spieleinheiten gepaart mit dem schwülwarmen Wetter zeigten ihre Folgen. Nach einem Pass in die Tiefe in der 57.Minute grätschte Keeper Knobel gegen den Angreifer. Den Abpraller versenkte Adamowicz aus 25 m über den zurückeilenden Torwart. Dass der Ausgleich den VfB wurmte, war deutlich spürbar, aber es war nicht so leicht, wieder in die Partie zurückzufinden. Zunächst musste Knobel noch gegen eine verunglückte Abwehraktion aus den eigenen Reihen parieren. Die Einwechslung des schnellen und erfahrenen Robert Bens zeigte mit zunehmender Zeit ihre Wirkung. Routinier Stefan Beil, im Doppelpass mit Alexander Ullrich, stellte in der 67.Minute die 3:2 Führung wieder her. Eine Bilderbuchecke vom Youngster Nico Lukschanderl, die Torwart Kliemank unterlief, brachte den Endstand von 4:2 in der 77.Minute. Nun gilt es für die Kicker vom Turnerheim weiter zu justieren, damit die Laufwege und das Passspiel stimmen. Am kommenden Sonntag fahren sie zu einem weiteren Vorbereitungsspiel nach Neustadt/Spree.

Torfolge:  1:0 Eric Pötzsch (13.), 2:0 Stefan Beil (20.), 2:1 Paul Graf (31.), 2:2 Waldemar Adamowicz (57.), 3:2 Stefan Beil (67.), 4:2 Nico Lukschanderl (77.)

Aufstellung VfB Weißwasser 1909: Steven Knobel – Axel Buder, Florian Franke, Tom Wiesner, Eric Pötzsch, Toni Seeber, Robert Bens, Alexander Ullrich, Stefan Beil, Sebastian Kölzow, Felix Brückner, Ben Pohling, Nico Lukschanderl
Gelbe Karte: keine   

Aufstellung DJK Blau-Weiß Wittichenau: Michael Kliemank – Mario Korch, Martin Sauer, Clemens Mattick, Tino Schapals, Frank Wittek, Maik Nicolaides, Simon Kubaink, Steve Bergmann, Paul Graf, Norbert Kubaink, Waldemar Adamowicz, Paul Korch, Nikolaus Korch
Gelbe Karte:   keine

Schiedsrichter:  Frank Domel (SV Blau-Weiß Kromlau)
Linienrichter:      Boris Schröder (SV Skerbersdorf) und Ricardo Sekul (SV Trebendorf)

Zuschauer:    53

B. Husgen
4. Vorbereitungsspiel zur Saison 2016/17, Neustadt/Spree am So, den 31.07.2016

LSV Neustadt/Spree              2    ( 1 )
VfB Weißwasser 1909          4    ( 2 )

In einer spannenden und gutklassigen Vorbereitungspartie duellierten sich die Teams aus Neustadt/Spree und Weißwasser zu sonntäglicher Fußballzeit und präsentierten sich gut gerüstet für die bevorstehende Saison. Dass die Gäste als Sieger vom Platz gingen, war verdient, denn nicht nur Stefan Beil machte den Unterschied.
Gleich von Beginn an brannte es lichterloh im Strafraum der Platzbesitzer, da der VfB hochmotiviert und mit viel Druck aus allen Reihen agierte. Folgerichtig gingen die Männer in der 5.Minute in Führung. Stefan Beil setzte sich gegen vier Verteidiger durch, legte sich den Ball zu weit vor, so dass ihn Sebastian Kölzow ins Tor verlängern konnte. Auch weiterhin dominierten die Kicker vom Turnerheim aus einer sicheren Abwehr mit schnellen Pässen in den Sturm. Manchmal waren sie sogar dem Schiedsrichtergespann zu schnell…
Der LSV suchte noch nach seinem Spiel, blitzte gelegentlich aber gefährlich im Weißwasseraner Strafraum auf. Thomas Kutscher flankte in der 16.Minute diagonal an den linken Pfosten, wo Miloslav Kousal mit dem Kopf das Leder knapp am Knobel – Gehäuse vorbeilegte. Der zweite Treffer der Weißwasseraner entsprang einer abgefangenen Flanke der Gastgeber von Alex Frühauf auf Martin Tzschacksch, die bei dem weit aufgerückten Schlussmann Dominik Kosel landete. Letzterer bediente mit seinem Querschläger Stefan Beil, der nur noch ins leere Tor einschieben musste. Durch gut angelegte Spielzüge verschafften sich die Männer aus Weißwasser weitere Gelegenheiten. Ein schnell ausgeführter Freistoß durch Stefan Beil brachte Alexander Ullrich in der 32.Minute in eine gute Schussgelegenheit. Dominik Kosel zeichnete sich mit klasse Reflex aus. Zum Ende der ersten Hälfte ließ man dann den Neustädtern mehr Raum, den sie gnadenlos ausnutzten und kurz vor der Pause noch zum 1:2 Anschluss durch Mike Hänel kamen. Ein Pass von halb links in den Strafraum auf die andere Seite erwies sich für den Torschützen als richtige Vorbereitung.
Mit einigen Positions- und Personalveränderungen kam der VfB aus der Pause und setzte sein gutes Spiel in Halbzeit Zwei fort. Zunächst blieben weitere Treffer aber Fehlanzeige, obwohl sich das Team aussichtsreiche Möglichkeiten erspielte (50.Pohling, 53.Lukschanderl). Stattdessen haderten alle Kicker mit Schiedsrichterentscheidungen, die Grund für aufkommende Härte in der Partie waren. Letztendlich mussten die 1909er noch in der 64.Minute den 2:2 Ausgleich hinnehmen. Obwohl sich Steven Knobel ganz lang machte und die Fingerspitzen am Ball hatte, konnte er diesen nicht weit genug aus der Gefahrenzone spitzeln, so dass Miloslav Kousal nach Vorlage von Mike Hänel ihn um den Keeper in die Maschen lenken konnte. Eric Pötzsch verzog in der 71.Minute bei einem der viel zu seltenen Fernschüsse und in der 79.Minute zwang er den LSV-Keeper zu einer Parade. Was das Spielbild dann zunehmend verzeichnete, münzten die Gäste auch in Tore um. Sowohl in der 86. Minute als auch in der 88. war Stefan Beil mit zwei weiteren Treffern erfolgreich. Zur erneuten Führung setzte sich der Stürmer mit einem Kopfball energisch durch und zum Endstand von 2:4 nutzte er einen aufsetzenden Befreiungsschlag der eigenen Verteidigung und tunnelte Keeper Kosel. Viel zu kurz erwähnt bleibt die Fünferkette, an der sich manch ein Angreifer der Gastgeber aufrieb und immer wieder abprallte. Auch die Spielübersicht und die Pässe eines Axel Buder sind eine Augenweide. Ein hoffnungsvoller und verdienter Erfolg des VfB Weißwasser - letztendlich bleibt die Partie aber nur ein Test, abgerechnet wird am 30.Punktspieltag der Liga.

Torfolge: 0:1 Sebastian Kölzow (5.), 0:2 Stefan Beil (23.), 1:2 Mike Hänel (44.), 2:2 Miloslav Kousal (64.), 2:3 Stefan Beil (86.), 2:4 Stefan Beil (88.)

Aufstellung LSV Neustadt/Spree: Dominik Kosel – Christoph Wilde, Maik Nowotnick, Felix Panoscha, David Schmidt, Denis Schwinger, Thomas Kutscher, Mike Hänel, Markus Liebsch, Stanley Antkewitz, Miloslav Kousal, Marco Noack, Robert Ohnholz, Tobias Lohr, Florian Kloß
Gelbe Karte: Marco Noack

Aufstellung VfB Weißwasser 1909: Steven Knobel – Florian Franke, Alex Frühauf, Robert Balko, Christopher Robel, Martin Tzschacksch, Axel Buder, Robert Bens, Alexander Ullrich, Nico Lukschanderl, Felix Brückner, Stefan Beil, Eric Pötzsch, Ben Pohling, Sebastian Kölzow
Gelbe Karte:   Sebastian Kölzow

Schiedsrichter: Daniel Grader (FC Lausitz Hoyerswerda)
Linienrichter:    Klaus-Peter Nell (SV Zeißig) und Frank-Michael Hermansa (LSV Bluno 74)