1.Männer

Die 1.Männermannschaft des VfB Weißwasser 1909 beendete die Kreisoberligasaison 2014/15 mit dem 7.Tabellenplatz. Nach den besseren Ergebnissen der Vorjahre vielleicht für einige enttäuschend, und doch muss dem jungen Team Kampfmoral und Einsatz bescheinigt werden. Die Glasmacherstädter setzen auf den Nachwuchs, denn in ihrem Verein wird in dieser Richtung Klasse Arbeit geleistet. Mit Anatolij Resch (27 Spiele, 4 Tore) und Markus Radestock (21/4) kamen zwei weitere B-Juniorenkicker in den Männerkader und spielten sich fest. Der Verein hofft, dass mit zunehmender Erfahrung auch die Früchte ihrer Arbeit hier geerntet werden dürfen.
Nach dem 9.Platz zur Halbzeitbilanz, in der die Mannschaft weiter vom Verletzungspech und Ausfällen gebeutelt wurde, konnten also noch zwei Tabellenränge zum Ende hin gut gemacht werden. Allerdings kratzte das Team am 20.PST auch an den Abstiegsplätzen. Umso erfreulicher ist es, dass die junge Mannschaft aus dem Tal wieder heraus fand. Nachdem 29 Spieler in dieser Saison ihren Einsatz in der ersten Mannschaft bekamen, erhöhte sich die Zahl der Torschützen. 15 Kicker trafen für den VfB Weißwasser: Ben Pohling und Marcus Schünemann liegen dabei mit jeweils 9 Treffern  ganz vorn. Was für eine Leistung auch bei Marcus, konnte er doch durch Verletzung und Arbeit nur 14 Einsätze absolvieren. Der zur 2.Saisonhälfte gekommene Neuzugang Toni Kubisch vom LSV Neustadt/Spree legte mit 5 Toren nach. Das hatten die Männer  und er selbst auch sehr gehofft. Für den finalen Pass ist Toni fast noch wichtiger, sieht er doch durch seine Spielübersicht und den enormen Laufaufwand immer wieder den besser postierten Mitspieler.  Johann Fischer kam im zweiten Saisonabschnitt so richtig in Fahrt. Knackpunkt war sein entscheidender Treffer in der Nachholepartie gegen den FC Stahl Rietschen. Am Ende wurden es drei für ihn. Für die folgende Saison hoffen alle, dass Johann diesen Weg weiter fortsetzt. Vielleicht hilft ihm dabei auch die Gründung seiner jungen Familie in der zurückliegenden Spielzeit. Alles Gute nachträglich dazu!
Nachdem Stefan Beil für die komplette zweite Saisonhälfte aufgrund einer schwerwiegenden Verletzung nicht zur Verfügung stand, übernahmen andere Spieler seinen Part. O.g. gehören mit dazu. Ob sich Stefan nochmal in den Kader der 1.Mannschaft bringt, hängt vom Verlauf der Genesung ab.
Auch die lange Erkrankung von Norman Reher, der vom 12. bis zum 26.PST ausfiel und am 27. gegen den Liganeuling SV Blau-Weiß Empor Deutsch Ossig sein Comeback feierte, schwächte die Männer vom Turnerheim.  Mit Sicherheit hätte sein Lauf und die Treffsicherheit, was ab dem 5.PST so richtig los ging, seine Fortsetzung gefunden. Immerhin waren es trotzdem noch 4 Tore für sein Team. Wir wünschen Norman, dass er weiterhin gesundheitlich stabil bleibt.
Die meisten Partien in der 4.Kreisoberligazeit bestritt Kapitän, Torwart und Rückhalt der Mannschaft Steven Knobel. In 29 Partien stand er zwischen den Pfosten und glänzte ein ums andere Mal. Trotzdem konnte auch er nicht immer den Sieg festhalten. 45 Treffer kassierte der Schlussmann und gehört damit zu den besten Keepern der Liga.
Die Viererkette, angeführt von Oliver Kraatz gewann weiter an Qualität. Robert Balko, Martin und Oliver Tzschacksch, Robert Bens, Christopher Robel, Tom Wiesner, Arnold Hilsky und die beiden B-Junioren standen für diese zur Verfügung. Tom Wiesner und Christopher Robel muss man besonders hohe Einsatzbereitschaft attestieren. Trotz Studiums in Dresden standen Tom 13 und Christopher fast doppelt so viel Mal im Trikot des VfB auf den Rasenplätzen der Oberlausitz.
Im Mittelfeld wirbelten Toni Seeber, leider viel zu selten Marc Gaumer und auch Robert Bens oder Robert Balko sowie Johann Fischer.
Unterstützung bekam die erste Mannschaft immer wieder von ihrer Reserve, angefangen beim Keeper Marcel Peschel über Kapitän Max Leschke, Sven Mettke, Peter Schulz, Kevin Trause und Niklas Wiesner. Auch die Eishockeyspieler Daniel Wimmer und Chris Neumann griffen den Fußballern hilfreich unter die Arme.
Martin Schleußing probierte nach langer Verletzung, ob sein Sprunggelenk für das Fußballspielen stabil genug ist. Leider reichte es nur für die ersten drei Spieltage. Außerdem tauchte der ehemalige Juniorenkicker Ganco Stojanov in Weißwasser wieder auf und trat für den VfB sechs Mal gegen das Leder, erzielte dabei einen Treffer.
Kein Kicker des Teams sah eine Rote oder Gelb/Rote Karte in dieser Saison. Nach wie vor zählt der VfB Weißwasser zu den fairsten Mannschaften der Liga.
Die schmerzhaftesten Niederlagen gab es wohl in den Revierderbys gegen den SV Trebendorf: in der Hinrunde eine eindeutige mit 1:5 auf heimischem Platz und in der Rückrunde auswärts eine unglückliche mit 2:1 trotz klarer Chancen und zunehmender Dominanz. Nicht immer gewinnt also das bessere Team, auch das musste die Mannschaft erfahren.
Zu den schönsten Siegen zählten die Last-Minute-Gewinne auswärts gegen den FC Stahl Rietschen mit 1:0 und gegen den SV Lok Schleife zu Hause mit 3:2.
Insgesamt sahen 2371 Zuschauer die Heimpartien, freuten sich, feuerten an und ärgerten sich über vergebene Chancen oder verlorene Spiele. Diese Fanbeteiligung ist absolute Spitze in der Liga.
Bei weiterer intensiver Trainingsarbeit und –beteiligung ist der VfB Weißwasser in der Lage an bessere Fußballzeiten anzuknüpfen. Das Vertrauen haben die jungen Kicker durch das Trainergespann André Fritsche und Jens Krautz vielfach bewiesen bekommen. Es dürfen auch Fehler passieren, wenn daraus gelernt wird. So könnte sich auf lange Sicht auf einer tollen eigenen Anlage ein erfolgreiches Fußballzentrum entwickeln. Gut Ding will Weile haben, auch und gerade in einer schnelllebigen und nur nach Gewinnern Ausschau haltenden Zeit.
Die Fußballfans können also gespannt sein, was die neue Spielzeit zu bieten hat.

Th. Loos                                    
30.PST Kreisoberliga, Weißwasser am Sa, 27.06.2015

VfB  Weißwasser 1909                    3    ( 0 )           
NFV Gelb – Weiß Görlitz 09 2.        3    ( 2 )

Zu einem versöhnlichen Abschluss kam es am letzten Punktspieltag im Turnerheim für den Kreisoberligavertreter gegen die Reserve des NFV Gelb-Weiß Görlitz 09. Obwohl die Gastgeber sehr engagiert begannen und bereits mit einem Kopfball von Ben Pohling nach 16 Sekunden die erste Möglichkeit hatten, kamen sie in der ersten Hälfte zu keinem Treffer. Toni Kubisch brachte seine Stürmer immer wieder durch kluge Zuspiele in Torsituationen, doch keiner konnte diese in den ersten 45 Minuten  nutzen. Nach einer Radestock-Ecke von rechts in der 4.Minute setzte Ben Pohling den Kopfball um Zentimeter auf das Netz. Zunächst existierte der Görlitzer Angriff nur auf dem Papier und die Gastgeber setzten die Akzente. Norman Reher erhielt in der 12.Minute von Marcus Schünemann eine halbhohe Flanke und kam allein vor Keeper Witzmann nicht mehr an das Leder. Danach setzte Marcus Schünemann zum Solo übers halbe Feld an, passte auf Toni Kubisch, der sofort auf den besser postierten Ben Pohling weiterleitete. Doch auch hier war das Bein zu kurz.
In der 15.Minute tauchte erstmals Clemens Russek mit einer Chance vor dem Weißwasseraner Tor auf. Noch fehlten ihm einige Zentimeter am rechten Pfosten. Obwohl Robert Bens in der 25.Minute zunächst deutlich den Ball im Strafraum spielte, nahm aber Clemens Russek die Gelegenheit wahr, um über das angebotene Bein zu fallen. Den Elfmeter verwandelte der Routinier souverän zum 0:1 in der 26.Minute.
Nach Wiederanpfiff spielte Toni Kubisch in den Lauf von Norman Reher, der über den herausstürmenden Torwart lupfen wollte. Auch hier traf die Kugel nicht ins Netz.
Danach waren die Gäste warm gelaufen und das Dribbelkarussell nahm Fahrt auf. Von Erfolg gekrönt war diese Spielweise schon wieder in der 32.Minute. Nach einer Ecke von Mateusz Paczkowski köpfte Jefferson Freitas De Souz dann zur 0:2 Führung. Nun war beim Gastgeber die Luft raus und die Gäste machten weiter mobil. Anatolij Resch klärte in der 36.Minute knapp vor dem Einschuss bereiten Clemens Russek. Drei Minuten später hätte das 0:3 folgen können (müssen). Giovani Parizottos Kopfball verfehlte um Haaresbreite den Knobel - Kasten.
In der 42.Minute gab es für Norman Reher nach Vorlage von Toni Kubisch nochmal eine Gelegenheit das Resultat freundlicher zu gestalten. Sein Heber ging erneut über das Gästetor. Mit der Görlitzer Führung traten die Teams in die Pause. Dieses Halbzeitresultat öffnete nun auch dem Himmel die Schleusen und fortan kämpften die Männer nicht nur gegen die drohende Niederlage sondern auch gegen den Regen. Doch wie sie das taten, nötigt Respekt ab.
Nach wenigen Sekunden der zweiten Hälfte verstolperte Ben Pohling einen Ball von Robert Balko, der eigentlich hinter die Linie sollte. Besser machte es dann Marcus Schünemann in der 52.Minute, als er vom rechten Pfosten aus ins Netz zum Anschlusstreffer köpfte. Nun schöpften die Platzbesitzer wieder Mut und kamen mit den widrigen Witterungsbedingungen erstaunlich gut klar. Die Gäste hingegen taten sich schwer und standen in der zweiten Hälfte zumeist in ihrer eigenen Hälfte.
In der 63.Minute führte Marcus Schünemann einen Freistoß von der rechten Außenbahn aus, den er diagonal in den Strafraum brachte. Sowohl Ben Pohling mit Kopf als auch Toni Kubisch mit Fuß verpassten das Leder. Besser klappte es in der folgenden Minute. Eine maßgeschneiderte Flanke von Robert Balko auf den Kopf von Toni Kubisch versenkte der zum viel umjubelten Ausgleich.
In der 67.Minute kratzten die Gäste einen weiteren Kopfball von Ben Pohling gerade noch von der Linie. Das klappte in der 82.Minute nicht mehr. Nach einer Flanke von Marcus Schünemann nahm Toni Kubisch das Leder mit links an und vollendete mit dem rechten Außenrist zur 3:2 Führung der Gastgeber.
Dazwischen lag noch ein Volleyschuss von Marcus Schünemann, den Keeper Witzmann in der 76.Minute glänzend parierte.
Leider konnte die knappe Führung nicht bis zum Schlusspfiff gehalten werden. In der 84.Minute glich Jefferson Freitas De Souz noch zum 3:3 für sein Görlitzer Team aus.
Damit beendet der VfB Weißwasser die diesjährige Kreisoberligasaison auf dem 7.Tabellenplatz und will in der kommenden Spielzeit wieder angreifen.

Torfolge:  0:1 Clemens Russek (26.FEM), 0:2 Jefferson Freitas De Souz (32.), 1:2 Marcus Schünemann (52.), 2:2 Toni Kubisch (64.), 3:2 Toni Kubisch (82.), 3:3 Jefferson Freitas De Souz (84.),

Aufstellung VfB Weißwasser 1909: Steven Knobel –  Robert Balko (86. Tom Wiesner), Marcus Schünemann, Martin Tzschacksch, Robert Bens, Markus Radestock (84. Toni Seeber), Christopher Robel, Anatolij Resch, Norman Reher (68.Arnold Hilsky), Toni Kubisch, Ben Pohling
Gelbe Karte: Robert Balko, Robert Bens

Aufstellung NFV Gelb-Weiß Görlitz 09 2.: Sebastian Witzmann – Mateusz Paczkowski, Marcel Winter, Andre Exner (90.+Sebastian Pätzold), Clemens Russek, Robin Hildebrand, Tom Schalling, Jefferson Freitas De Souz, Alexander Varga, Philipp Otto, Giovani Parizotto
Gelbe Karte:  keine

Schiedsrichter: Michael Olbrig (TSV 1861 Spitzkunnersdorf)
Linienrichter:     Tilo Schulze (Herrnhuter SV) und Peter Troll (SV Blau – Weiß Obercunnersdorf)

Zuschauer:     147

B. Husgen
29.PST Kreisoberliga, Neueibau am SA, 13.06.2015

SV Neueibau                             3    ( 1 )
VfB Weißwasser 1909            2    ( 1 )

Mit einem Paukenschlag eröffnete der VfB Weißwasser sein vorletztes Saisonspiel. Bereits in der 4.Minute gingen die Gäste durch ein Traumtor vom jungen Markus Radestock in Führung. Johann Fischer flankte von der rechten Seite zu Ben Pohling, der den Ball zum anlaufenden Torschützen weiterleitete. Dieser zog aus ca. 20 Metern trocken ab, das Leder immer länger werdend und für Keeper Kamke nicht erreichbar, schlug im linken Dreiangel zum 0:1 ein.
Der SV in der Folgezeit auf der Suche nach der Lücke, bzw. dem richtigen Mittel die Verteidigung des VfB zu knacken, kam zusehends besser in die Partie. Die flinken Außenstürmer, auf rechts Steve Ziemens und links Grzegorz Saficki, spielten dabei tragende Rollen. Die Gäste versuchten dies auch auf der Gegenseite, indem sie immer wieder Johann Fischer auf der rechten Außenbahn schickten. Ab der 20.Minute liefen Angriffswellen der Platzbesitzer und es herrschte Alarm im Weißwasseraner Strafraum. Konnte in der 21.Minute Oliver Kraatz noch retten und wartete Steve Ziemens in der 26.Minute zu lange mit dem Abschluss, so dass der Ball ans Außennetz ging, waren die Neueibauer Bemühungen dann in der 31.Minute von Erfolg gekrönt. Der Diagonalpass von Grzegorz Saficki erreichte Stefan Seibt auf halb links, der keine Mühe hatte, aus dem Strafraum heraus zum 1:1 auszugleichen.
Häufiger flogen nun Zuspiele des VfB in die gegnerischen Beine oder gleich zu Keeper Patrick Kamke. Inzwischen hatten die Gastgeber auch die empfindliche Stelle beim VfB gefunden. Topptorschütze der Liga Saficki betätigte sich diesmal als Vorlagengeber aus dem rechten Mittelfeld diagonal auf den Kopf des Stürmers auf halb links. Kurz vor dem Pausenpfiff konterten die Gäste über Johann Fischer, dem allerdings die Flanke misslang. Bei tropischen Witterungsbedingungen war die Unterbrechung willkommen und der VfB Weißwasser mit dem Unentschieden zufrieden. Die Gastgeber allerdings wollten ihren Trainer Tom Offermanns bei seinem letzten Heimspiel mit einem Sieg verabschieden.
Dieses Vorhaben gingen sie gleich zu Beginn der zweiten Hälfte an. Alex Christoph fehlten bei seinem flachen Schuss in der 47.Minute wenige Zentimeter. Eine Minute später roch es fast nach einem Eigentor des VfB, glücklicherweise konnte das Leder noch umgelenkt werden. Dann folgte eine kurze Druckphase des VfB, bei der die Hausherren den Ball nicht unter Kontrolle bekamen, die Gäste ihn aber auch nicht über die Torlinie. Danach war die Partie recht offen und man merkte den Spielern den Kräfteverschleiß an. Eine hohe Flanke von André Reichelt verwertete Steffen Troll in der 65.Minute zum 2:1. Steve Ziemens überlief in der 72.Minute die Verteidigung vom Turnerheim, zielte aber auch am Gehäuse vorbei. Die Luft war nun beim VfB raus. Trotzdem gelang ihnen durch Toni Seeber der Ausgleich in der 77.Minute. Über rechts wurde der Angriff eingeleitet und das Leder auf links gebracht. Tom Wiesner scheiterte mit seinem Schussversuch aus dem Strafraum, auch Toni Seeber beim ersten Mal, aber der zweite Nachschuss zappelte zur Freude der Gäste im Netz.
Diese blieb nur von ganz kurzer Dauer. Im Gegenzug wurde ein Neueibauer Stürmer in die Zange genommen und Steffen Troll nutzte die Gelegenheit souverän vom Elfmeterpunkt um den alten Abstand wieder herzustellen. Mit dem 3:2 agierten die Gäste jetzt offensiver, was den SV zum Kontern einlud. Allerdings reichte es auch bei ihnen nicht mehr für Zählbares.
Insgesamt schade für den VfB, auch hier wäre ein Zähler drin gewesen und verdient allemal.
Nun müssen die Fans und Kicker auf die letzte Begegnung hoffen. Zum 30.PST am 27.06.2015 erwarten die Männer vom Turnerheim die Reserve des NFV Gelb-Weiß Görlitz 09 in Weißwasser.

Aufstellung SV Neueibau: Patrick Kamke – André Reichelt, Grzegorz Deszcz, Steffen Troll, Nick Schiele, Milan Blaha, Marcin Chrzanowski, Alex Christoph (62.Stefan Ziemens), Stefan Seibt (71.Sören Ay), Grzegorz Saficki, Steve Ziemens (90.Matthias Troll)
Gelbe Karte: Stefan Seibt

Aufstellung VfB Weißwasser 1909: Steven Knobel – Oliver Kraatz, Robert Balko, Tom Wiesner, Christopher Robel, Johann Fischer, Toni Seeber, Markus Radestock, Anatolij Resch, Martin Tzschacksch (67.Sebastian Wimmer), Ben Pohling
Gelbe Karte: Oliver Kraatz, Johann Fischer, Robert Balko

Torfolge:  0:1 Markus Radestock (4.), 1:1 (Stefan Seibt (31.), 2:1 Steffen Troll (65.), 2:2 Toni Seeber (77.), 3:2 Steffen Troll (78.FE)

Schiedsrichter:  Linda Gundel (SV Blau-Weiß Empor Deutsch Ossig)
Linienrichter:    Tom Nieber (VfB Zittau) und Maik Wiesner (SG Medizin Großschweidnitz)

Zuschauer:      21

B. Husgen
28.PST Kreisoberliga, Neugersdorf am SO, 07.06.2015

FC Oberlausitz Neugersdorf 2.        1    ( 1 )
VfB Weißwasser 1909                       0    ( 0 )

Das mit Spannung erwartete Spiel der Oberlausitzer Reserve gegen den VfB Weißwasser endete nicht wie die vergangenen an gleicher Stelle – nämlich mit einem Erfolg der Gäste, diesmal blieben die Punkte bei den Platzbesitzern. Dem Druck der Neugersdorfer hielt das Team von André Fritsche stand, kam allerdings selbst nicht zum Torerfolg, obwohl es Chancen en gros gab. Besonders im zweiten Teil  dominierten die Gäste und gestalteten das Spiel.
Zu Beginn der ersten Halbzeit stand der VfB recht tief in seiner Hälfte und konnte zunächst die ersten Angriffe der Oberlausitzer abwehren. Doch in der 10.Minute bekamen sie nach einer Ecke das Leder nicht unter Kontrolle und aus der Gefahrenzone. Selbst der zweite Ball flog wieder zum Gegner. Diese Verwirrung nutzte Marc Stübner, der sich in Position lief und auch den tödlichen Pass erhielt, um mit 1:0 in Führung zu gehen. Auch das Verkleinern der Trefferfläche durch Keeper Steven Knobel half nicht mehr.
Die nächste Gelegenheit in der 13.Minute gehörte dann den Gästen. Martin Tzschacksch köpfte in den Lauf von Ben Pohling, der von halb links knapp über den Kasten zielte. In der 15.Minute nahm Martin Tzschacksch einen langen Abschlag seines Torhüters auf, doch Roy Meinczinger spitzelte den Ball vor dem Abschuss mit langem Bein noch weg. Im Gegenzug war der Neugersdorfer Kapitän schon wieder im Sturm dabei. Sein Kopfball in der 17.Minute ging oberhalb des Gehäuses ins Aus.
Der VfB war jetzt voll mit im Spiel und beide Teams schenkten sich nichts. Den einen oder anderen hitzigen Zweikampf führten die Kicker. So wollten die Gastgeber in der 20.Minute unbedingt einen Elfmeter zugesprochen bekommen, als Steven Knobel und Max Förster im Strafraum um den Ball kämpften. Mit zunehmendem Ballbesitz des VfB verlagerten sich die Männer von Trainer Falko Thomas aufs Kontern. Besonders Henry Wegner, Max Förster und Klemens Alschner warteten immer wieder auf den finalen Pass zwischen den Verteidigern aus Weißwasser (27., 30., 32.,). Eine kleine Unsicherheit vom Gästekeeper nach einem Freistoß von Henry Wegner in der 35.Minute ließ die Beteiligten kurz die Luft anhalten. Auf der Gegenseite verfehlte Martin Tzschacksch in der 41.Minute mit einem weiteren Kopfball nach einer Ecke von Markus Radestock knapp den Kasten.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde es nochmal hitzig auf dem Kunstrasen, in dessen Folge gleich drei Gelbe Karten durch Schiedsrichter Hayn, der die Partie souverän leitete, verteilt wurden.
Mit der knappen Führung der Platzbesitzer konnten in der Pause die erregten Gemüter etwas herunter gefahren werden.
In der zweiten Hälfte dominierten die Gäste, hielten das Tempo weiterhin sehr hoch und intensivierten ihre Torbemühungen. Die langen Abschläge mit Überbrückung des Mittelfeldes brachten jedoch nicht den gewünschten Erfolg. Sowohl Ben Pohling, als auch Martin Tzschacksch oder Toni Seeber scheiterten im Abschluss. Die Gastgeber blieben durch ihre wieselflinken Stürmer weiterhin gefährlich, konnten aber auch für das Torekonto nichts mehr machen. Max Förster schoss nach einem Abwehrfehler in der 61.Minute sogar am leeren Gehäuse vorbei. Teilweise kombinierten die Kicker vom Turnerheim blitzsauber, doch der finale Pass kam nicht an oder der Schuss nicht ins Netz. Ben Pohling versuchte es nach guter Vorarbeit von Martin Tzschacksch in der 64.Minute Volley, doch der Jubel musste ausbleiben. In der 79.Minute folgte gleich eine Doppelchance. Zunächst von Marcus Schünemann, dann von Ben Pohling – beide Male parierte Keeper Poley glänzend. Dem Kopfball von Oliver Kraatz nach vorheriger Ecke durch Marcus Schünemann fehlten Zentimeter. Zu guter Letzt hatte Robert Balko in der 83.Minute noch eine Hundertprozentige im Strafraum auf den Schlappen. Auch hier reagierte der Neugersdorfer Schlussmann reflexartig mit dem Bein. Nun warfen die Gäste alles nach vorn und Tino Hensel zwang Steven Knobel mit seinem Solo zur Parade. Den vorletzten Schuss gaben die Gäste durch Marcus Schünemann ab, der ebenfalls in Keeper Poley seinen Meister fand. Den mit den Fäusten abgewehrten Ball setzte Christopher Robel darüber.
Ein wenig wehmütig schauen die Spieler des VfB auf das Resultat. Bei Chancenverwertung wäre allenfalls mehr drin gewesen.
Die nächste schwere und letzte Auswärtsbegegnung steht am kommenden Samstag an, wenn das Team in der Berglandarena in Neueibau auflaufen wird.

Aufstellung FC Oberlausitz Neugersdorf 2.: Markus Poley – Eric Nitschke (72.Patrik Barta), Klemens Alschner, Vincent Hess, Philipp Krenz (72.Miroslaw Elias), Kevin Schubert, Tino Hensel, Henry Wegner, Max Förster, Marc Stübner, Roy Meinczinger
Gelbe Karte: Eric Nitschke, Tino Hensel, Kevin Schubert, Marc Stübner

Aufstellung VfB Weißwasser 1909: Steven Knobel – Oliver Kraatz, Robert Balko, Robert Bens (84.Arnold Hilsky), Christopher Robel, Johann Fischer, Toni Seeber (62.Marcus Schünemann), Markus Radestock, Anatolij Resch, Martin Tzschacksch (76.Tom Wiesner), Ben Pohling
Gelbe Karte: Oliver Kraatz

Torfolge:  1:0 Marc Stübner (10.)

Schiedsrichter:  Thomas Hayn (Energie Görlitz)
Linienrichter:  Frank – Peter Schubert (LSV Friedersdorf) und Jonas Zydek (Holtendorfer SV)

Zuschauer:      43

B. Husgen                                    
27.PST Kreisoberliga, Weißwasser am Sa, 16.05.2015

VfB  Weißwasser 1909                                  2    ( 2 )           
SV Blau-Weiß Empor Deutsch Ossig         0    ( 0 )

Trotz einiger Besetzungssorgen marschiert der VfB Weißwasser weiter in Richtung oberes Tabellenfeld.
Zunächst kamen die Kicker aber nur träge in ihre Partie und dass die Schwerkraft vom Männertag noch in den Waden lag, war deutlich sichtbar. Zunächst wachsame Gäste warteten auf Abspielfehler der Platzbesitzer und versuchten so zu schnellen Bällen zu kommen. Der lange Pass in der 3.Minute aus der Abwehr heraus auf Robert Neumann konnte von Keeper Steven Knobel gerade noch weggefangen werden. Auf der anderen Seite gehörte Anatolij Resch aus dem Strafraum heraus die erste Gelegenheit. Da er beim Abschluss gestört wurde, hatte der Gästetorwart Gordon Scholz keine Mühe, das Leder zu parieren. Den von ihm eingeleiteten Gegenzug setzte Daniel Markus über den Weißwasseraner Kasten. Nur wenig später landete ein abgefälschter Freistoß von Marc Gaumer bei Toni Kubisch, dessen Seitfallzieher durch ein Abwehrbein die Schärfe und Richtung genommen wurde. So allmählich lief der VfB auf Touren und kam zu optischer Überlegenheit. In der 10.Minute zirkelte nach guter kämpferischer Leistung Toni Seeber den Ball noch vor der Torauslinie hoch in den Strafraum. Den Kopfball setzte der andere Toni über das Gehäuse. Dann folgte eine lange Verletzungspause für Anatolij Resch, der in einem Zweikampf auf den Ball trat und ungünstig fiel. Zum Glück fühlte sich der Stürmer in der Lage, die Partie fortzusetzen. Ein lautes Raunen ertönte im Turnerheim, als eine rechte Ecke von Markus Radestock den Kopf von Marc Gaumer traf, der aber am linken Pfosten postiert, das Leder neben diesen ins Aus beförderte. Mit jedem Angriff kamen die Gastgeber dem ersten Treffer näher. Doch noch waren die Gäste nicht geschlagen. Die Ecke von Daniel Markus verfehlte haarscharf Robert Neumann in der 25.Minute mit seinem Kopf. Niemand wäre zur Abwehr dagewesen.
In der 27.Minute bekamen die Kicker vom Turnerheim einen Freistoß zugesprochen. Bis zum Gästetor waren es etwa 33m. Marc Gaumer legte den Ball kurz auf Oliver Kraatz ab, der ihn als Strich in die Landschaft setzte, bis er zur Freude der Zuschauer im linken Dreiangel zum 1:0 einschlug. Zwei Minuten später zwang Anatolij Resch Keeper Scholz zu einer Parade und den Abpraller von Toni Kubisch rettete Michel Miedrich für seinen geschlagenen Torwart. Markus Radestock brachte in der 38.Minute eine Flanke von links in den Strafraum. Robert Balko mit viel Platz zog das Leder volley am Kasten vorbei. Kurz vor dem Pausenpfiff ertönte dann nochmal Jubel und Beifall der Fans. Nach einem tollen Dribbling von Robert Bens gelang Markus Radestock von halb links der Ausbau der Führung auf 2:0. Mit diesem Resultat traten die Teams die Halbzeitpause an.
Der letzte Treffer brachte Sicherheit in die Weißwasseraner Reihen und war sehr wichtig. Die Männer schraubten nun zwei Gänge runter und verwalteten im zweiten Teil ihren Vorsprung. Für die Zuschauer war das nicht so spektakulär aber insgesamt Kräfte schonend. Die 2.Halbzeit begann zunächst mit einem Konter über Felix Karger. Dann misslang der Heber von Anatolij Resch über den Schlussmann des SV, der sehr weit aufgerückt war. In der 57.Minute agierten die ehemaligen B-Junioren unter sich. Den Freistoß brachte Markus Radestock auf Anatolij Resch, der mit seinem Schuss nur die Unterlatte traf.
Steven Knobel, der in der 64.Minute einmalig in der Partie richtig gefordert wurde, verhinderte den Anschlusstreffer durch Felix Karger, weil der Keeper blitzschnell die Beine schloss und das Leder zur Ecke abwehrte. Zwischen der 60. und 70.Minute drehten die Gäste auf, ihnen gelang jedoch kein Treffer und ihr Spiel verflachte wieder. Zu Anbruch der letzten Viertelstunde erklang nochmal das Aluminium - Geräusch. Auf Zuspiel von Toni Kubisch nahm Marc Gaumer im Strafraum den Ball an, legte ihn auf den rechten Fuß und lupfte über den SV-Keeper. Die Querlatte verhinderte den dritten Treffer. Robert Bens hätte sich diesen in der 83.Minute auch verdient, als er die Gästespieler wie Fahnenstangen stehen ließ, sich bis zum Strafraum durch dribbelte, beim Abschluss allerdings die Kraft fehlte.
Zwischen diesen beiden Aktionen gab es für den VfB Weißwasser einen freudigen Augenblick. Norman Reher nach langer Erkrankung nun genesen, durfte wieder Ligaluft im Turnerheim schnuppern und hat jetzt Zeit, sich im Training Kondition zu verschaffen. Erst am 07.Juni kicken die Männer aus Weißwasser im Spielbetrieb. An diesem Tag fahren sie zur Reserve des FC Oberlausitz nach Neugersdorf. Allen angeschlagenen und verletzten Spielern wünschen wir baldige Besserung.

Torfolge:  1:0 Oliver Kraatz (27.), 2:0 Markus Radestock (44.)

Aufstellung VfB Weißwasser 1909: Steven Knobel –  Oliver Kraatz, Robert Balko (78. Norman Reher), Robert Bens, Toni Seeber, Markus Radestock, Toni Kubisch, Marc Gaumer, Christopher Robel, Tom Wiesner, Anatolij Resch (85.Sven Mettke)
Gelbe Karte: Tom Wiesner

Aufstellung SV Blau-Weiß Empor Deutsch Ossig: Gordon Scholz – Oliver Frenzel, Tobias Hasler, Paul-Werner Lintow, Daniel Markus, Manuel Klemt, Michel Miedrich, Adrian Kafara,  Maximilian Mosig, Felix Karger (73.Jonas Zydek), Robert Neumann
Gelbe Karte:  Tobias Hasler, Adrian Kafara, Maximilian Mosig

Schiedsrichter:  Bernd Robel (SV Reichwalde 48)
Linienrichter:   Siegbert Klingauf (SV Klitten/Boxberg) und Wolfgang Bittner (SV 90 Jänkendorf)

Zuschauer:    132