1.Männer

B. Loos                         
01.PST Kreisoberliga, Weißwasser am SA, 25.08.2012

VfB  Weißwasser 1909            4    ( 1 )           
LSV 1951 Spree                        0    ( 0 )

Nach der nicht gelungenen Generalprobe gab es jetzt im Turnerheim die Versöhnung. Die Premiere war eine Wiederholung der Rückrunde der vergangenen Saison. Mit einem klaren 4:0 wies der VfB seine Gäste aus Spree in die Schranken.
Mit einem furiosen Auftakt, bei dem der LSV in seine eigene Hälfte gedrängt wurde, gingen die Glasmacherstädter in der 5.Minute durch Stefan Beil auf Vorlage von Robert Balko mit 1:0 in Führung.
In der Folgezeit ergaben sich für Martin Tzschacksch (6.,7.,13.) mehrere Gelegenheiten diese auszubauen, konnten aber nicht genutzt werden. Danach wurde die Partie offener und der Landsportverein kecker. Besonders Randy Lehmann bereitete der Abwehr des VfB viele Probleme, indem er geschickt die Spieler umdribbelte und auch den einen oder anderen Torschuss wagte. In dem Maße, wie die Glasmacherstädter dies zuließen, kamen die Kicker aus Spree besser ins Spiel. Doch auch ihnen gelang kein erfolgreicher Angriff. So gingen die Platzbesitzer mit der knappsten aller Führungen in die Halbzeitpause.

Und wer jetzt einen Sturmlauf der Turnerheimkicker für die 2.Hälfte erwartet hatte, sah sich getäuscht.
Im Gegenteil, der LSV kam  mit geschwollener Brust aus der Kabine und nahm sich erstaunlich viel Raum zum Kombinieren. Doch in der 54.Minute, eigentlich aus dem Nichts heraus, fiel der 2.Treffer für die 1909er. Robert Balko flankte von rechts auf Tomasz Skrzypczak,  der nur noch das Bein hinhalten brauchte und Andreas Rufer im Kasten der Gäste keine Chance ließ. Doch noch immer gaben sich die Spreer nicht geschlagen und wieder kämpfte der 10er vorbildlich und übernahm Verantwortung. In der 64.Minute musste sich Steven Knobel ganz lang machen um seinen Schuss wegfausten zu können.
Diese Gelegenheit hatte Andreas Rufer beim Angriff der Schwarz – Weißen in der 69.Minute nicht. Der Ball von Stefan Beil zum 3:0 ging durch seine Beine. Den sehenswerten Zug leitete Tomasz Skrzypczak ein, der Martin Tzschacksch auf rechts schickte,  wobei letzterer uneigennützig den besser postierten Doppeltorschützen sah.
Nun gelangten auch die Gäste zur Überzeugung, dass ihre Kampfmoral heute nicht belohnt wird und ließen die Weißwasseraner mehr gewähren. Ergebnis dessen war das viel umjubelte 4:0 vom inzwischen eingewechselten Rückkehrer Steffen Höhne in der 87.Minute. Stefan Beil war mit seiner Vorgabe auch an diesem Treffer beteiligt. Kurz vor Schluss durfte auch Steven Knobel nochmal seine Reflexe beweisen. Absender war David Slomian. Der Keeper hielt damit die Null ganz fest und blieb in dieser Partie unbezwungen.
Damit ist der Saisonauftakt gemeistert und drei Punkte sind eingefahren. Mal sehen, ob den Glasmacherstädtern in Zittau am kommenden Wochenende nochmal eine Überraschung gelingt.

Torfolge:   1:0 Stefan Beil (5.), 2:0 Tomasz Skrzypczak (54.), 3:0 Stefan Beil (69.), 4:0 Steffen Höhne (87.)

Aufstellung VfB Weißwasser 1909: Steven Knobel –  Oliver Kraatz, Steffen Kästner (90.Alexander Glatz), Max Leschke, Robert Balko, Martin Tzschacksch, Silvio Pätzold, Toni Seeber (81.Tom Wiesner), Tomasz Skrzypczak,  Marcus Schünemann (72.Steffen Höhne), Stefan Beil
Gelbe Karte:    Toni Seeber (45.), Stefan Beil (65.)

Aufstellung LSV 1951 Spree: Andreas Rufer – Ronny Dönnicke, Michael Moser, Randy Lehmann, Eric Weiser (62.Rico Schander), Patrik Weiser, Chris Hettwer, David Slomian, Thomas Schnabel, Michael Gröscho, Marcel Baier (62.Philipp Segieth)
Gelbe Karte:    Patrik Weiser (85.)   

Schiedsrichter:  Frank Sturm (SG Crostwitz 1981)
Linienrichter:      Michael Hübner (SG Frankenthal) und Tobias Krahl (Thonberger SC)

Zuschauer:         110

B.Loos
02.PST Kreisoberliga, Zittau am SA, 01.09.2012

VfB Zittau                                    2    ( 1 )
VfB Weißwasser 1909            0    ( 0 )

Mit einem schnellen Tor jeweils zu Beginn beider Halbzeiten sicherte sich der VfB Zittau einen verdienten Sieg auf heimischem Platz.
Durch einen furiosen Start, in dem der VfB Weißwasser in seine eigene Hälfte gedrängt wurde, erzielte von halb links Sebastian Golebiewski mit einem Schuss in die kurze Ecke in der 5.Minute das 1:0. Lange Zeit hatte der Zittauer Torwart Andreas Mende nichts zu tun. Sein Gegenüber Steven Knobel konnte sich über Arbeit nicht beschweren und machte seine Sache in der Folgezeit auch gut. Viele flache Schüsse kamen auf sein Gehäuse, die er sicher parierte (16., 26.,31., 34., 43.).
Nahmen die Gastgeber das Tempo raus, gelang es den Glasmacherstädtern auch zu Angriffsaktionen zu kommen. So in der 19.Minute, als das Gewusel vorm Zittauer Tor nur von Schiedsrichter Hempel unterbrochen wurde.
Stefan Beil hatte für die Gäste nach einem langen Freistoß von Oliver Kraatz aus der eigenen Hälfte die erste Möglichkeit, doch der Keeper konnte klären. Das war in der 28.Minute. Die darauf folgende Ecke von Steffen Höhne mit anschließendem Kopfball von Stefan Beil, hatte einen Treffer verdient. Hier klärte ein Zittauer Abwehrspieler für seinen geschlagenen Torwart auf der Linie.
In der 36.Minute erstickte den  Zittauer Fans der Torschrei, als Enrico Neumann drei Meter frei vorm Kasten über den Ball trifft.
Standardsituationen brachten den Gästen die größten Gelegenheiten, so auch für Tomasz Skrzypczak, als er in der 40.Minute nur ganz knapp das Gehäuse verfehlte.
Mit dem knappen Rückstand von 1:0 gingen die Mannschaften zur Pause.

Die 2.Hälfte begann wie die erste, nur, dass der Treffer noch schneller fiel. Der VfB Weißwasser war gedanklich noch nicht wieder auf dem Platz und Marco Trost nutzte das aus, ließ 3 Abwehrspieler auf der rechten Seite wie Fahnenstangen im Strafraum stehen und erzielte mit einem abgefälschten Ball  in der 47.Minute das 2:0. Doch auch hier hätten die 1909er sofort den Anschlusstreffer bringen können. Nach einer Ecke von Toni Seeber köpfte Tomasz Skrzypczak, aber Keeper Mende parierte reflexartig.
Danach wurde die Partie etwas ruppiger und die gelbe Farbe kam ins Spiel. In der 57.Minute passierte ähnliches wie beim 2:0, nur dass diesmal Silvio Pätzold mit einem ganz langen Bein dem Einschuss bereiten Thomas Hoinko den Ball wegschnipseln konnte. Auch Keeper Knobel war wieder einige Male gefragt und hielt, was er konnte. Stephan Ullrich testete das in der 59.Minute und Sebastian Golebiewski in der 68..
Ein Unterschied zwischen beiden Mannschaften bestand auch darin, dass die Schüsse der Zittauer fast alle auf das Gehäuse kamen, bei den Gästen gingen die meisten daran vorbei. Anders in der 82.Minute, als Tomasz Skrzypczak nach einer Ecke mit dem Kopf den Ball trifft, aber dieser genau in Richtung Torwart kam. Der VfB Zittau spielte danach sein Ding runter, blieb aber bei sich bietenden Gelegenheiten trotzdem kreuzgefährlich. Beim Ausnutzen der Chancen wäre für die Kicker vom Turnerheim mehr drin gewesen, aber nicht unbedingt verdient.
Nun sind durch die Pokalrunde 14 Tage Pause, bevor es im heimischen Stadion für den VfB Weißwasser 1909 gegen die starken Löbauer vom FSV Empor geht.

Torfolge:  1:0 Sebastian Golebiewski (5.), 2:0 Marco Trost (47.)

Aufstellung VfB Zittau: Andreas Mende – Marco Trost, Stephan Ullrich, Thomas Hoinko, Enrico Neumann, Holger Handschick, Sebastian Golebiewski (88.Florian Christof), Richard Polk (61.Philipp Bergmann), Toni Sikora, Mirko Albert, Maximilian Tille (71.Ricardo Hollenbach)
Gelbe Karte: Sebastian Golebiewski, Mirko Albert, Florian Christof

Aufstellung VfB Weißwasser 1909: Steven Knobel –  Robert Balko, Tom Wiesner, Oliver Kraatz, Eric Habermann (71.Göran Sagner), Silvio Pätzold, Steffen Höhne (74.Paul Schimek), Toni Seeber, Martin Tzschacksch, Stefan Beil,  Tomasz Skrzypczak
Gelbe Karte:      Oliver Kraatz, Tom Wiesner

Schiedsrichter:  Richard Hempel (SG Großnaundorf)

Linienrichter:     Roland Böhm (SV Haselbachtal) und Florian Jung (SG Großnaundorf)

Zuschauer:       82

B. Loos                         
03.PST Kreisoberliga, Weißwasser am SA, 15.09.2012

VfB  Weißwasser 1909            2    ( 0 )           
FSV Empor Löbau                    0    ( 0 )

Durch einen Sieg, in den letzten Minuten besiegelt, behält der VfB Weißwasser 1909 drei weitere Zähler gegen den FSV Empor Löbau auf seinem Konto und hat damit Kontakt zum oberen Tabellenfeld.
Die erste Überraschung brachte der VfB mit Bekanntgabe der Aufstellung. Routiniers wie Stefan Beil und Steffen Höhne machten jüngeren Kickern Platz. Das Zusammenspiel und die Laufwege waren also noch nicht einstudiert.
Nach anfänglichem Abtasten kamen die Gastgeber besser ins Spiel und hatten den größeren Ballbesitz. Die ersten Schüsse in Richtung Tor, kamen allerdings von den Gästen. Den von Sebastian Müller blockte Silvio Pätzold (4.), bei Marco Nietsch´s Versuch musste schon Steven Knobel eingreifen und lenkte über den Kasten zur Ecke (7.). Aus dieser Situation entwickelte sich nach dem Ballverlust der Löbauer ein Konter, bei dessen Abschluss Martin Tzschacksch in Keeper Florian Knoll seinen Meister fand. Gleich die nächste Gelegenheit, nur eine Minute später, gehörte demselben Spieler, der nach einem Freistoß den Ball Volley ganz knapp links am Kasten vorbei zielte. Mit diesen Angriffen wurde eine recht gute Phase der Gastgeber eingeleitet, wobei alle Versuche zum Treffer zu kommen, noch nicht von Erfolg gekrönt waren. In der 17.Minute hatten die Zuschauer schon den Torschrei auf den Lippen. Nach einer präzisen Vorlage aus dem Lauf von Marcus Schünemann auf Robert Balko verfehlte letzterer nur ganz knapp das Gehäuse. Die zweite Überraschung erlebten die Zuschauer dann im Spielgeschehen. Mittelfeldregisseur Rafal Zych trat seine Rolle an Robert Balko ab und stürmte selbst mit Tomasz Skrzypczak.
Silvio Pätzold probierte einen Fernschuss aus ca. 25m in der 30.Minute. Der Ball verfehlte knapp oberhalb den Kasten. Und drei Minuten später probierte es gleicher Spieler erneut. Diesmal prallte sein Schuss zu Martin Tzschacksch ab, der beim Trefferversuch in aussichtsreicher Position in den Rasen hackte.
So blieb es bis zum Pausenpfiff beim torlosen Unentschieden.

Unverändert kamen beide Mannschaften zur zweiten Hälfte, doch nun gehörte der erste Schussversuch den Gastgebern. Robert Balko war der Absender. Nach einem rüden Foul von Stefan Schönherr am schnellen Marcus Schünemann in der 51.Minute entstand eine Verletzungspause, in der noch Hoffnung auf ein Weitermachen bestand. Doch kurze Zeit später musste Marcus verletzungsbedingt raus und Steffen Höhne trat an seine Stelle. Kurz davor hatten die Emporen ihre stärkste Phase. Steven Klose verfehlte in der 57.Minute mit einem flachen Schuss nur geringfügig den Kasten und noch größer war die Chance in der 59.Minute, als zuerst Oliver Kraatz den Ball abwehrte, den Nachschuss dann Keeper Knobel direkt vor die Füße von Rico Flammiger prallen ließ und dieser frei aus 5m über das Gehäuse schlug.
Der VfB kämpfte weiter und ließ in seinem Angriffsdrang nicht nach. Der wieselflinke Marc Gaumer konterte in der 68.Minute aus der eigenen Hälfte und zog alle Abwehrspieler der Löbauer auf sich, vergaß nur rechtzeitig Mitspieler Tomasz Skrzypczak zu bedienen.
Mit zunehmender Zeit lebte das Spiel von der Spannung, welche der Abwehrreihen den entscheidenden Fehler macht. Mit den beiden Wechseln der Weißwasseraner kam nochmal neuer Schwung in die Mannschaft. Stefan Beil leitete in der 81.Minute einen schönen Angriffszug auf Toni Seeber weiter, der mit einem zu schwachen Heber Torwart Knoll überlupfen wollte. Auch dadurch ließen sich die Glasmacher-städter nicht entmutigen und drängten weiter auf das Knoll - Tor. Bis zur 85.Minute mussten sich Spieler, Verantwortliche und Fans gedulden, als der längst fällige Treffer fiel. Toni Seeber setzte sich auf Links durch und flankte zentral in den Strafraum. Dort wartete Tomasz Skrzypczak, der überlegt mit einem platzierten Kopfball in das linke Dreiangel zum viel umjubelten 1:0 traf. Nun gab es zwei Möglichkeiten: entweder den knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff verteidigen oder nachlegen. Der VfB entschied sich für die hier bessere Variante. Mit Marc Gaumer erzielte auch ein junger und talentierter Spieler das 2:0. Vorausgegangen ist seine sensationelle Einzelleistung, bei der er seine Gegenspieler zweimal düpierte und dann in der 87.Minute noch vollendete.
Auch wenn im Spiel des VfB Weißwasser 1909 noch nicht alles reibungslos abläuft, ist der verjüngten und umgestellten Mannschaft die Spielfreude und das Engagement anzumerken. Erneut beweisen können das die „jungen Wilden“ am kommenden Wochenende, wenn es am Sonntag gegen die Neugersdorfer Reserve geht.

Torfolge:   1:0 Tomasz Skrzypczak (85.), 2:0 Marc Gaumer (87.)

Aufstellung VfB Weißwasser 1909: Steven Knobel –  Oliver Kraatz, Max Leschke, Marc Gaumer, Rafal Zych (73.Stefan Beil), Robert Balko, Martin Tzschacksch (77.Toni Seeber), Tom Wiesner, Silvio Pätzold, Tomasz Skrzypczak,  Marcus Schünemann (59.Steffen Höhne)
Gelbe Karte:    Toni Seeber

Aufstellung FSV Empor Löbau: Florian Knoll – Sebastian Müller, Rico Flamminger, Eric Kaminski, Marco Hanske, Stefan Schönherr, Marco Nietsch, Oliver Bahr, Robin Böhm, Philipp Nehrrettig (69.Christoph Süselbeck), Steven Klose
Gelbe Karte:    Stefan Schönherr

Schiedsrichter:  Thomas Hayn (Energie Görlitz)
Linienrichter:      Heinz Bittrich (SV Gersdorf)  und Eberhard Breit (Holtendorfer SV)

Zuschauer:        114

B. Loos
04.PST Kreisoberliga, Neugersdorf am SO, 23.09.2012

FC Oberlausitz Neugersdorf 2.        1    ( 0 )
VfB Weißwasser 1909                       5    ( 3 )

Mit einer überragenden und geschlossenen Mannschaftsleistung gelang den Männern vom Turnerheim ein verdienter und nie gefährdeter Erfolg gegen die Neugersdorfer Reserve.
Nach dem respektvollen Beginn von beiden Seiten und einigen Gelegenheiten der Teams kamen ab zweitem Drittel der ersten Halbzeit die Gäste besser ins Spiel, obwohl der Ball schon in der 9.Minute erstmalig im Netz zappelte. Doch der Treffer von Tomasz Skrzypczak fand wegen einer Abseitsposition keine Anerkennung. Glück hatte der VfB in der 14.Minute, als Max Schiele von halb rechts mit seinem Schussversuch nur den Außenpfosten streifte.
Die Oberlausitzer fanden während der gesamten Spielzeit kein probates Mittel, die ganz starke Abwehr auszuhebeln. Die Fernschüsse kamen zu unplatziert und nur allzu selten gelang ihnen eine hohe Hereingabe zu Kopfballzwecken in den Strafraum. Auch als die Gastgeber das Tempo anzogen, hielt der VfB mit und konterte seinerseits gefährlich. Überraschungen in der Aufstellung blieben von Seiten des VfB an diesem Spieltag aus.
In der 35.Minute jubelten die Weißwasseraner dann erstmals. Auf Vorlage von Stefan Beil erzielte Tomasz Skrzypczak von halb rechts das 0:1, indem er überlegt den Ball vorbei an Torwart Markus Poley in die lange Ecke schob. Nun hatten die Gäste einen Lauf und konterten die Platzbesitzer aus. Der an sich ungewohnte Kunstrasenbelag kam ihnen dabei entgegen. Und nach weiteren fünf Minuten stand es 0:2. Wieder war Stefan Beil der Vorlagengeber, diesmal aber für den wie entfesselt  aufspielenden Toni Seeber, der seinen direkten Gegenspieler austanzte und auch dem Torwart keine Chance gab. Und immer noch war ein Wahnsinnstempo in der Partie, das den Gästen auch noch das 0:3 in der 1.Minute der Nachspielzeit bescherte. Der konternde Stefan Beil war diesmal der Torschütze auf Pass von Tomasz Skrzypczak. Die 3:0 Führung der Gäste zur Halbzeit ging voll in Ordnung.
Mit solch fantastischem Fußball legten die Männer um Kapitän Knobel den Grundstein für einen in dieser Höhe nicht erwarteten Auswärtssieg.
Mit Beginn der 2.Hälfte setzten die Weißwasseraner ihren Angriffsfußball fort und hielten den Ball vom eigenen Kasten entfernt. Der FC fand auch in dieser Phase kein Mittel, obwohl das Tempo mit zunehmender Zeit nachließ. Die wieder vorgetragenen Fernschüsse brachten auch diesmal nicht wirklich Gefahr für den Knobel – Kasten.
In der 54.Minute konterten die beiden VfB – Stürmer, wobei Stefan Beil richtigerweise auf den besser postierten Tomasz Skrzypczak hätte abgeben müssen, denn sein Schuss blieb in den Armen des Keepers Poley hängen. Doch noch in derselben Minute ergab sich für beide erneut die Gelegenheit und diesmal klappte es besser. Nach Flanke von Stefan Beil köpfte Tomasz Skrzypczak zum 0:4.
Eigentlich taten einem die Gastgeber schon fast leid, denn ihre Angriffsbemühungen waren nicht von Erfolg gekrönt. Bis zur 71.Minute warteten ihre Fans, als sich die Abwehr des VfB einen Lapsus leistete und Klemens Alschner völlig allein im Strafraum ließ. Gegen seinen straffen Schuss zum 1:4 hatte Steven Knobel keine Chance. Danach wechselten beide Teams munter durch und brachten frische Kräfte. Doch die konnten nicht anders, als sich in das Gefüge einzubinden.
Steven Knobel parierte in der 87.Minute gedankenschnell noch einen Kopfball von Vedat Tempel. Und im Umkehrspiel gelang den Gästen aus der Glasmacherstadt ein weiterer Treffer. Erneut passte Tomasz Skrzypczak in den Lauf des konternden Stefan Beil, der auch diesmal mit Glück Keeper Polay überwandt. Das war bereits in der 1.Minute der Nachspielzeit.
Der VfB Weißwasser zeigte in dieser Partie eine Leistung, die mit dem Sieg in der Höhe von 1:5 völlig übereinstimmte und Lust auf mehr macht. Doch am kommenden Samstag wartet im Turnerheim mit dem FSV Neusalza – Spremberg auch ein Gegner, dem man mit solcher Spielweise Paroli bieten muss. Die Fans können gespannt sein.

Torfolge:  0:1 Tomasz Skrzypczak (35.), 0:2 Toni Seeber (40.), 0:3 Stefan Beil (45.+1), 0:4 Tomasz Skrzypczak (54.), 1:4 Klemens Alschner (71.), 1:5 Stefan Beil (90.+1)

Aufstellung FC Oberlausitz Neugersdorf 2.: Markus Poley – Klemens Alschner, Tony Sommer, Christoph Mittag, Kevin Schubert, Martin Hädrich (75.Pavel Svoboda), Miroslav Elias, Max Förster (60. Vedat Temel), Max Schiele, Michael Karsch, Roy Meinczinger
Gelbe Karte:   Miroslav Elias, Roy Meinczinger

Aufstellung VfB Weißwasser 1909: Steven Knobel –  Robert Balko, Tom Wiesner, Oliver Kraatz (74.Steffen Kästner) Silvio Pätzold, Marc Gaumer (81.Kevin Trause), Rafal Zych, Toni Seeber (81.Paul Schimek), Martin Tzschacksch, Tomasz Skrzypczak, Stefan Beil
Gelbe Karte:   Oliver Kraatz


Schiedsrichter:  Olaf Glienke (SG Motor Cunewalde)

Linienrichter:    Philipp Meyer (Budissa Bautzen) und Maik Ruprecht (SV Blau-Weiß Neschwitz)

Zuschauer:       80

B. Loos                         
05.PST Kreisoberliga, Weißwasser am SA, 29.09.2012

VfB  Weißwasser 1909                      3    ( 3 )          
FSV 1990 Neusalza-Spremberg      2    ( 0 )

Mit mehr Selbstvertrauen und einem Fanbus reisten die Gäste vom Hänscheberg an. Doch genützt hat das nichts. Denn auch wie in der vergangenen Saison verloren die Kicker aus Neusalza-Spremberg und nahmen keine Punkte mit nach Hause an den Hänscheberg.
Mit ähnlicher Taktik wie gegen den FCO Neugersdorf 2. warteten dagegen die Kicker vom Turnerheim auch auf heimischem Platz auf. Und die ersten 20 Minuten sahen die Zuschauer Fußball von einem anderen Stern. Manch einer erkannte den VfB nicht wieder. Die Effektivität lag bei nahezu 100 Prozent und das bei Tempofußball pur. Dass es so nicht weiter gehen konnte, lag auf der Hand. Aber der Reihe nach:
Den ersten Schuss der Partie gab Jan Rehacek in Richtung Steven Knobel – Tor ab, doch es fehlte noch die Präzision. Außerdem versuchte der FSV die Gastgeber in ihre Hälfte zu drücken und mit hohen Flanken für Gefahr zu sorgen. Das führte diesmal nicht zum Torerfolg, stattdessen nutzten die Glasmacherstädter die Ballverluste der Gäste aus und brachten ihre Konter wie Nadelstiche. Der erste war in der 7.Minute, als
Tomasz Skrzypczak zum Abschluss kam. Dessen Schuss wurde noch von Keeper Dieckhoff abgewehrt. Stefan Beil setzte aber energisch nach und erzielte per Kopf die 1:0 Führung. Dann hatten die Gastgeber das Glück auf ihrer Seite, als in der 13.Minute Stefan Mihálik eine tiefe Flanke vor dem Knobel – Gehäuse nicht erreichte. Der Keeper schlug einen ganz langen Ball nach vorn, den sein Gegenüber aber aufsetzen ließ und damit Stefan Beil die Gelegenheit zum Kopfball gab. Darum ließ sich letzterer nicht bitten und sorgte in der 15.Minute für das 2:0.
Schon der nächste Konter brachte das 3:0. Toni Seeber wurde auf halb links unfair vom Ball getrennt und
erhielt einen Freistoß. Tomasz Skrzypczak zirkelte diesen Ball um die Mauer genau ins Dreiangel. Nicht nur Torwart David Dieckhoff verfolgte diesen Schuss mit unglaublicher Faszination. Da zeigte die Uhr die 17.Spielminute. Der VfB machte nun nicht den Fehler und ließ sich in seiner Hälfte einschnüren. Sie demonstrierten ihren Konterfußball weiter und erspielten weitere Chancen. In der 23.Minute kombinierten erneut Tomasz Skrzypczak und Stefan Beil, wobei letzterer den finalen Schuss neben den Kasten setzte.
Im letzten Drittel der 1.Hälfte ließ das Tempo dann etwas nach, doch die Abwehr des VfB Weißwasser machte einen sicheren und souveränen Eindruck. So sehr sich die Mannen vom Hänscheberg auch mühten, der Ball wollte nicht über die Linie. Krönung war in der 40. Minute der Lattenunterkantenknaller im Anschluss an eine Ecke vom FSV und auch der Abpraller ging in Richtung Wolken. Kurz davor hätte aber Tomasz Skrzypczak auf 4:0 erhöhen müssen. Sein unbedrängter Kopfball nach Pass vom Sturmpartner nahm ähnlichen Weg. So blieb also die Null auf Seiten der Gäste stehen und der VfB ging mit dem Glück des Tüchtigen und geschwollener Brust in die Pause.

Die Hoffnung, dass die Gastgeber einen 3-Treffer-Vorsprung zum Sieg halten können, ging durch die Runde. Doch leicht machten das die Kicker aus Neusalza – Spremberg ihrem Gegner nicht. Ohne Wechsel auf beiden Seiten begann der 2.Durchgang. Die Gäste versuchten es jetzt mit derselben Taktik wie der VfB, doch da gab es noch eine vielbeinige Abwehr und einen, wenn auch angeschlagenen, aber sicheren Rückhalt Steven Knobel. Auch der im Mittelfeld fleißig agierende Marc Gaumer biss bis zur 57.Minute auf die Zähne, da er seit einem Foul zu Beginn der Partie mit Schmerzen agierte.
Die Zeit rannte den FSV Männern davon und ihre Torversuche wurden verzweifelter. Stefan Mihálik trieb sein Team immer wieder vorwärts und Thomas Hentschel hatte die eine oder andere Möglichkeit auf den Schlappen (72., 80.). Aber auch Stefan Beil und Tomasz Skrzypczak waren noch immer Richtung Dieckhoff – Kasten unterwegs. Auch ihre Versuche blieben erfolglos.
So musste eine Standardsituation her um den Bann für die Gäste zu brechen. Thomas Hentschel drang auf der rechten Seite in den Strafraum ein und Steven Knobel holte ihn im Herauslaufen von den Füßen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Stefan Mihálik in der 77.Minute sicher zum 3:1. Nun lebte das Spiel von der Spannung, weil die Gäste nochmal Morgenluft witterten. Die Kicker vom Turnerheim standen sehr unter Druck und verteidigten mit Mann und Maus ihren Kasten. Dennoch gelang aus einer undurchsichtigen Aktion heraus, bei der der VfB den Ball nicht unter Kontrolle oder aus dem Strafraum bekam, das Anschlusstor zum 2:3. Stefan Mihálik war in der 88.Minute der Absender. Die letzten Minuten der Partie wurden noch enger, weil der FSV das Unmögliche möglich machen wollte. Doch auch die Nachspielzeit reichte nicht, um einen Punkt auf die Heimreise mitzunehmen.
Damit hat der VfB den Sprung an die Tabellenspitze geschafft. Wie lange entscheidet sich morgen in der Partie des VfB Zittau. Die vielen Gelben Karten beim VfB sind keineswegs Ausdruck einer unfairen Spielweise.
Am kommenden Wochenende können die Kicker nachlegen. Das mit Spannung erwartete Derby gegen den SV Lok Schleife auf dem Sportplatz am Jahnring steht an.

Torfolge:   1:0 Stefan Beil (7.), 2:0 Stefan Beil (15.), 3:0 Tomasz Skrzypczak (17.), 3:1 Stefan Mihálik (77.FE), 3:2 Stefan  Mihálik (88.)

Aufstellung VfB Weißwasser 1909: Steven Knobel –  Oliver Kraatz, Max Leschke, Marc Gaumer (57.Steffen Höhne), Rafal Zych, Robert Balko, Martin Tzschacksch, Tom Wiesner, Toni Seeber (90.+Kevin Trause), Tomasz Skrzypczak,  Stefan Beil (90.+Paul Schimek)
Gelbe Karte:    Max Leschke, Steven Knobel, Toni Seeber, Oliver Kraatz, Rafal Zych, Robert Balko

Aufstellung FSV 1990 Neusalza-Spremberg: David Dieckhoff – Michael Förster, Roman Lupa, Marcus Sacher (84.Stefan Model),  Sven Wockatz, Pavel Bursa, Paul Adler, Johnny Richter (74.Marc Pötschke), Jan Rehacek, Thomas Hentschel, Stefan Mihálik
Gelbe Karte:   Sven Wockatz

Schiedsrichter:  Uwe Rüdiger (SV Grün-Weiß Gersdorf)
Linienrichter:      Wolfgang Pallmann und Heinz Bittrich (beide SV Grün-Weiß Gersdorf)

Zuschauer:         138