Berichterstattung 2. Halbserie 1. Männer

Spielbericht 25. PST Landesklasse Ost

SC Großröhrsdorf – VfB Weißwasser 2:1 (0:0)
Samstag, den 15. Juni 2019

Das letzte Auswärtsspiel der Saison führte die Weißwasseraner zum SC Großröhrsdorf. Bei hitzigen Temperaturen wollte die Mannschaft unbedingt ein Erfolgserlebnis einfahren. Dass dies aufgrund der Personalsituation nicht einfach werden würde war allen bewusst. Gleich sieben Spieler (Biela, Woithe, Kleinfeld, Franke, Schmidt, Hartelt, Petrova) traten die Reise aus unterschiedlichen Gründen nicht mit an. Auch der Betreuerstab schmolz auf nur zwei Personen. Unterstützung erfuhr die Mannschaft aus der Zweiten. Leo Roth und Martin Tzschacksch stellten sich zur Verfügung. Sein Comeback in der Startelf gab Tom Wiesner. Nach langer Verletzungspause fügte er sich zuverlässig und solide wie in vergangenen Zeiten in die Mannschaft ein. Nach seiner Auswechslung war er auch von der Bank großer Motivator für die Spieler auf dem Platz.

Das Spiel war, um es kurz zusammenzufassen, ein lauer Sommerkick. Es war ein Segen für alle Spieler auf dem Platz, dass sich zum Spielbeginn dicke Gewitterwolken vor die Sonne schoben und sogar ein leichter Regen einsetzte. Das Schauspiel am Himmel war spektakulärer als das auf dem Platz. Man hatte den Eindruck, dass sowohl der SC als auch der VfB nicht so richtig wollten bzw. konnten. Die Höhepunkte in Halbzeit eins waren ein verschossener Elfmeter des SC und zwei vergebene Kopfballchancen des VfB durch Stefan Beil. Philipp Reimann versuchte es per Standard aus der Distanz. Sein Schuss aus 35m konnte Roberto Klotz parieren.

In der zweiten Halbzeit spielten zunächst die Gäste. Die Mannschaft stellte den SC durch das gemeinschaftliche Anlaufen und Kompaktheit vor Probleme im Offensivspiel. Mit der Sicherheit des erhöhten Ballbesitzes wurden die eigenen Offensivbemühungen nun größer. Immer wieder wurden die schnellen Außenbahnspieler Markus Radestock und Nico Lukschanderl auf die Reise geschickt. Es gab mehrere gute Chancen innerhalb weniger Minuten. Mit der Effizienz vergangener Tage hätten die Gäste das Spiel zu diesem Zeitpunkt entscheiden können. Von mehreren Hochkarätern nutze nur Beil in unnachahmlicher Manier seine Chance. Er setzt sich im Strafraum gegen seinen Gegenspieler durch und zog mit trockenem Flachschuss zum 0:1 ab. In der Folgezeit hätten Beil selbst, Ben Weiser und Philipp Reimann sowie Markus Radestock das Ergebnis in die Höhe schrauben müssen. Keiner vermochte den Torerfolg zu erzielen. Und so kam es wie so oft im Fußball. Der Gegner witterte seine Chance, bekam diese und nutzte sie. Nach gelungenem Spielzug über die rechte Angriffsseite überlief der Angreifer den Außenverteidiger des VfB und legte von der Grundlinie überlegt zurück. Dort stand Stefan Mieth goldrichtig und schloss überlegt in das lange Eck ab zum 1:1 Ausgleich. Leider kam es aus Sicht des VfB nur fünf Minuten später knüppeldick. Mit ähnlichem Spielzug wurde der SC gefährlich. Den Abschluss aus kurzer Distanz konnte Steven Knobel im VfB-Gehäuse noch klären, dabei sprang der Ball dem zurückgeeilten Oliver Kraatz derart ungünstig an das Bein, dass er die Kugel im eigenen Kasten unterbrachte. In den letzten zehn Minuten fehlten dem VfB die Kraft und die Konzentration um noch nennenswerte Chancen herauszuspielen. Es blieb beim 2:1 für die Gastgeber.

Damit verlor der VfB die letzten drei Spiele in Folge, holte aus den vergangenen sechs Spielen nur vier Punkte. Mit einem Erfolgserlebnis im letzten Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Borea Dresden kann Tabellenplatz sechs gehalten werden. Es wäre ein versöhnlicher Abschluss einer turbulenten Rückrunde mit vielen Stolpersteinen.

Die Mannschaften spielten wie folgt:

SC Großröhrsdorf

Klotz, Klippel, Scholz (62. Mieth), Mühlbauer (90. Mühlbauer), Urban, Widtmann, Preusche, Pilz, Zeiler, Büchner, Palme (74. Thomschke)

VfB Weißwasser

Knobel, Balko, Radestock, Kraatz, Lukschanderl, Beil, Trause, Wiesner (65. M. Tzschacksch), Reimann, Weiser (88. Roth), Buder

Torfolge:

0:1 Beil (56.)

1:1 Mieth (75.)

2:1 Kraatz (ET / 80.)

Gelbe Karten:

SC

1x

VfB

Reimann

Schiedsrichter: Jonathan Milde

Assistenten: Christoph Herrich, Paul Leiteritz

Zuschauer: 65

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Großröhrsdorf (A)

Spielbericht 24. PST Landesklasse Ost

VfB Weißwasser – FV Dresden 06 Laubegast 0:3 (0:1)
Samstag, 1. Juni 2019

Nach dem Schlusspfiff waren sich viele unter den Zuschauern einig. Das Endergebnis von 0:3 war um ein bis zwei Tore zu hoch ausgefallen. Der Auswärtssieg des Tabellendritten ging in Ordnung und war verdient. Die Gäste waren an diesem Tag einfach effizienter vor dem Tor. Auch der VfB hatte einige Torchancen zu verzeichnen – scheiterte aber mit einer kläglichen Chancenverwertung an sich selbst und stand am Schluss trotz ordentlicher und couragierter Leistung ohne Ertrag da.

Das Spiel begann zaghaft. Beide Mannschaften hatten ihre taktische Marschroute und gingen geduldig zu werke. Die Gäste erarbeiteten sich im laufe der ersten Hälfte mehr Spielanteile. Mit ihrem guten Kombinationsspiel drangen sie oft in der Mitte durch. Der VfB hatte Mühe das Kurzpassspiel zu verteidigen und die Räume eng zu halten. Dennoch war es vor allem die Viererkette um die Innenverteidiger Dominik Petrova und Oliver Kraatz, die immer wieder den letzten Pass abfingen oder Schussversuch blockten. Im Verbund hatten die Gastgeber teilweise Schwerstarbeit in der Abwehr zu verrichten, stoppten aber in den ersten 30 Spielminuten nahezu jeden Angriffsversuch. Was durchkam, konnte Steven Knobel klären. In einer Situation der ersten Hälfte konnte niemand im Abwehrverbund des VfB klären. Philipp Wappler nahm einen langen Pass durch die Mitte kurz vor der Strafraumgrenze auf und vollendete gekonnt zum 0:1. Für den VfB boten sich vor allem nach Standards mehrere Tormöglichkeiten. So kam Kapitän Axel Buder zweifach nach Eckbällen von Philipp Reimann zum Kopfball, verfehlte jedoch knapp das Gehäuse. Die wohl beste Chance hatte Torjäger Stefan Beil, der ebenfalls nach einer Reimann Flanke zum Kopfball kam. Freistehend setzte er die Kugel am Laubegaster Kasten vorbei.

Den Beginn der zweiten Hälfte bestimmte der VfB. Etwas mutiger und zielorientierter agierend, erspielten sich die Gastgeber gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Die beiden Abschlüsse von Philipp Reimann und Robert Balko verfehlten ihr Ziel, auch David Schmidt fehlte an diesem Tag etwas Zielwasser bei seinen Abschlussversuchen. Auch die starke Einzelaktion von Luca Hartelt, bei der er sich auf der Grundlinie gegen drei Gegenspieler durchdribbelte, blieb ungenutzt. Vielleicht wäre in dieser Situation der eigennützige Abschluss die bessere Wahl gewesen. Wie es besser geht zeigten die Gäste. Nach Ballverlust des VfB in der gegnerischen Hälfte schalteten die Landeshauptstädter schnell um und konterten über die linke Angriffsseite. Die Eingabe von Christian Heinrich verwertete der kurz zuvor eingewechselte Giorgio Gattano zum vorentscheidenden 0:2. Der Rettungsversuch von Dominik Petrova blieb erfolglos. Leider verletzten sich beide Spieler bei dieser Aktion, Gattano sogar derart schwer, dass er ausgewechselt und medizinisch versorgt werden musste. Der VfB Weißwasser wünscht dem Verletzten an dieser Stelle eine vollständige Genesung und eine möglichst baldige Rückkehr auf den Fußballplatz. Dominik Petrova konnte weiterspielen. Nach mehrminütiger Unterbrechung aufgrund der Behandlungspause wurde das Spiel fortgesetzt. Es folgten nicht mehr viele Aktionen des VfB, die dem Spiel nochmal eine Wende hätten geben können. Kurz vor Spielende nutzten die Gäste einen schnell vorgetragenen Angriff zum 0:3. Christian Heinrich wurde mustergültig bedient und musste nur noch ins leere Tor einschieben.

Mit dieser Niederlage verlor der VfB zwei Spiele in Folge. Nach dem spielfreien Pfingstwochenende stehen die letzten beiden Saisonspiele an. Mit Großröhrsdorf und Borea Dresden stehen noch zwei Gegner auf Augenhöhe die in der Tabelle hinter dem VfB platziert sind. Es wäre der Mannschaft zu wünschen, die Saison mit Erfolgserlebnissen ausklingen zu lassen.

Die Mannschaften spielten wie folgt:

VfB Weißwasser

Knobel, Kraatz, Balko, Schmidt, Beil (66. Lukschanderl), Trause (75. Weiser), Petrova, Reimann, Hartelt, Buder, Franke

FV Dresden 06 Laubegast

Beulke, Magazanik, Weskott, Labadze, C. Heinrich, P. Wappler, N. Heinrich, Wappler, Scannewin, Laufer, Richter, F. Wappler

Torfolge:

0:1 P. Wappler (31.)

0:2 Gattano (68.)

0:3 C. Heinrich (85.)

Gelbe Karten:

VfB

Petrova

FVL 06

1x

Schiedsrichter: Fabian Noack

Assistenten: Clemens Biastoch, Eric Stolarski

Zuschauer: 143

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Dresden Laubegast (H)

Spielbericht 23. PST Landesklasse Ost

SG Crostwitz – VfB Weißwasser 5:1 (2:0)
Sonntag, den 26. Mai 2019

Es war schon enttäuschend, was die Mannschaft des VfB Weißwasser am vergangenen Sonntag im Auswärtsspiel bei der SG Crostwitz auf den Rasen brachte. Personelle Sorgen dürfen nicht als Ausrede gelten, auch wenn diese natürlich eine Rolle spielen. Am Ende sah es so aus, als wenn die Luft bei einem Teil der Mannschaft bereits vier Spieltage vor Schluss raus ist. Mit dem gesicherten Klassenerhalt ist das Saisonziel zwar erreicht, doch sorgenfrei ist man beim VfB längst nicht.

Die ersten zehn Spielminuten tasteten sich beide Mannschaften ab ohne nennenswerte Höhepunkte zu gestalten. Nach 16 gespielten Minuten hatte die SG Crostwitz die erste gute Chance. Ivan Denysenko im Tor der Weißwasseraner konnte jedoch klären. Da der VfB keinen Aktionismus zeigte um das Spiel an sich zu reißen, kombinierten sich die Gastgeber inzwischen fast beliebig durch die gegnerischen Reihen und hatten in der 25. Spielminute einen weiteren Torabschluss. Der Schütze verzog jedoch über den Kasten. Nach einem vermeintlichen Foul an Nico Lukschanderl musste dieser behandelt werden und Weißwasser agierte in Unterzahl. Etwas unsortiert hatten die Schwarz-Weißen keinen Zugriff auf den Ball. Dies nutzten die Gastgeber zum 1:0. Jakub Benes bekam den Ball durchgesteckt, umkurvte Schlussmann Denysenko und schob trotz Rettungsversuch von VfB Kapitän Axel Buder zur Führung für seine Farben ein. Das 2:0 fiel durch einen Distanzschuss aus 25m. Tom Hentschel zog ab und überraschte Torwart Denysenko. Kurz vor der Halbzeitpause bewahrte dieser seine Mannschaft noch vor einem größeren Rückstand und sicherte den Ball im Nachfassen.

Mit dem Ausschöpfen des Wechselkontingents setzten die Gäste alles auf eine Karte. Nach dem verletzungsbedingten Wechsel in Hälfte eins, Ben Weiser kam für Nico Lukschanderl, brachte Trainer Franke Gino Kleinfeld für den angeschlagenen Oliver Kraatz und Steven Knobel rückte für Ivan Denysenko in das Tor. Kurz nach Wiederanpfiff stellte David Schmidt mit feiner Einzelaktion den Anschluss her. Sein Abschluss von rechts landete mit Wucht und Präzision in der kurzen Ecke. Die Mannschaft witterte nun ihre Chance und spielte auf den Ausgleich. Leider wurden die erspielten Chancen vergeben. Durch die offensive Ausrichtung ergaben sich Räume für die Gastgeber. Diese fuhren ein ums andere Mal Konter auf eigenem Platz und scheiterten oftmals an Abseitspositionen. Nicht so in Minute 56, als Benes auf 3:1 erhöhte. Da der VfB an diesem Tag keinen glücklich agierenden Stürmer auf dem Platz hatte und alle Distanzschüsse ihr Ziel verfehlten, konnte das Ergebnis nicht mehr spannend gestaltet werden. Im Gegenteil, die SGC tauchte ein ums andere Mal frei vor dem VfB-Gehäuse auf und nutzte zwei dieser Gelegenheiten um das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Am Ende unterlag der VfB ein bis zwei Tore zu hoch, doch am verdienten Sieg der Gastgeber kamen keine Zweifel auf. Die Torgefährlichkeit vergangener Wochen und Monate scheint gänzlich verflogen und somit stand die dritte Auswärtsniederlage in Folge.

Der VfB hat nun noch drei Spiele um die Saison würdig ausklingen zu lassen. Das vermeintlich schwerste Spiel steht am nächsten Spieltag an wenn der starke FV Dresden Laubegast im Turnerheim gastiert.

Die Mannschaften spielten wie folgt:

SG Crostwitz

Kralicek, L. Gärtner, Hentschel (70. Müller), Runt, G. Gärtner, Benes, Sentivan, Ziesch, Henzl (87. Bogusz), M. Gärtner, Püschel

VfB Weißwasser

Denysenko (46. Knobel), Balko, Kraatz (46. Kleinfeld), Lukschanderl (30. Weiser), Hartelt, Trause, Reimann, Schmidt, Beil, Biela, Buder

Torfolge:

1:0 Benes (30.)

2:0 Hentschel (35..)

2:1 Schmidt (47.)

3:1 Benes (56.)

4:1 Müller (78.)

5:1 M. Gärtner (86.)

Gelbe Karten:

SGC

keine

VfB

Biela, Kleinfeld

Schiedsrichter: Michael Schröder

Assistenten: Luca Mühle, Nora Skornia

Zuschauer: 70

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Crostwitz (A)

Spielbericht 22. PST Landesklasse Ost

VfB Weißwasser – FC Oberlausitz II (2:1)
Samstag, 18. Mai 2019

Der VfB Weißwasser hat sein Heimspiel gegen die Reserve aus Neugersdorf mit 2:1 gewonnen. Zwei späte Tore brachten die Weißwasseraner doch noch auf die Siegerstraße. Dabei hätte das Spiel gegen die sehr junge Neugersdorfer Mannschaft, die mit fünf Juniorenspielern antrat, auch anders ausgehen können.

Die Gäste kamen besser in die Partie, hatten in den ersten 20 Minuten auch gute Torchancen. Durch individuelle Fehler brachten sich die Männer des VfB selbst in Bedrängnis. Nach einem Halten des Gegenspielers von Knobel an der Strafraumgrenze, verpasste Freistoßschütze Hensel die frühe Führung noch knapp. Auch der Freistoß nach Foul von Petrova, der bereits früh im Spiel den gelben Karton sah, brachte der FCO-Reserve keinen Torerfolg. Auf der Gegenseite bediente Weiser bei einem Konter den mitgelaufenen Beil. Assistent Lehnigk sah den Weißwasseraner Stürmer im Abseits, sodass es beim 0:0 blieb. Aus 20m versuchte es ein Neugersdorfer Angreifer – Torwart Knbobel bekam mit Mühe die Fingerspitzen noch an den Ball. In der 19. Spielminute vergaben die Gäste völlig freistehend eine hundertprozentige Tormöglichkeit. Es folgte ein Ballgewinn im Mittelfeld für den VfB, Weiser kommt über rechts und spielt Radestock super frei, der aber mit schwachem Abschluss scheitert. Bis zur 40. Spielminute verlief das Spiel ohne große Höhepunkte. Kurz vor der Halbzeit noch zwei Torschüsse der Gastgeber durch Beil und Buder, die den Weg jedoch nicht ins Ziel fanden.

Weißwasser kam sehr gut in die zweite Hälfte. Die erste top Gelegenheit hatte Lukschanderl nach starker Vorarbeit durch Trause. Sein Abschluss von halbrechts war aber viel zu harmlos um den jungen Keeper Männel überwinden zu können. Auf der Gegenseite muss Neugersdorf die Führung erzielen. Da Knobel jedoch das eins gegen eins mit dem Gästestürmer für sich entschied und der Nachschuss aus Nahdistanz über den Kasten gesetzt wurde, blieb es beim torlosen Zwischenstand. Nachdem Pohle bereits kurz nach der Halbzeit durch eine Undiszipliniertheit des Feldes verwiesen wurde, stellte Schiedsrichter Wolter in Minute 74 wieder numerisches Gleichgewicht auf dem Platz her. Petrova fällt seinen Gegenspieler am Strafraum und durfte ebenfalls mit gelb/rot zum Duschen. Diese weitere hochkarätige Freistoßchance ließ sich Kapitän Hensel nicht entgehen. Er setzte die Kugel sehenswert über die Mauer ins linke obere Toreck. Doch der VfB gab sich nicht auf und setzte zur Schlussoffensive an. Diese wurde doppelt belohnt. In Minute 82 bekam Beil den Ball im Strafraum und versenkte überlegt zum 1:1 Ausgleich. Der jungen Neugersdorfer Mannschaft fiel nun die fehlende Erfahrung auf die Füße. Beim Versuch das Spiel wieder an sich zu reißen und die erneute Führung zu erzielen, wurde der Ball im Aufbauspiel verloren. Weißwasser schaltete schnell um und nutzte die bestehenden Räume. Auf der linken Seite zog Hartelt in den Strafraum ein, ließ einen Gegenspieler aussteigen und schloss perfekt in die lange Ecke ab. Der Jubel war riesengroß bei Mannschaft und Anhängern. Kurz darauf war das Spiel vorbei.

Mit nun 33 Punkten hat der VfB bei noch vier zu absolvierenden Spielen 13 Punkte Vorsprung vor den Abstiegsplätzen. Am Sonntag ist die Mannschaft zum vorletzten Auswärtsspiel zu Gast der SG Crostwitz, die im Gegensatz zum VfB noch weitere Punkte im Kampf um den Klassenerhalt benötigen.

Die Mannschaften spielten wie folgt:

VfB Weißwasser

Knobel, Balko, Radestock (82. Kleinfeld), Lukschanderl, Beil, Trause (79. Biela), Petrova, Reimann, Weiser (65. Hartelt), Buder, Franke

FC Oberlausitz II

Männel, Djahdou, Hensel, Jejkal, Starschinski (Baldeh), Argirov, Stübner, Mühlmann, Drassdo, Budrich, Pohle

Torfolge:

0:1 Hensel (76.)

1:1 Beil (82.)

2:1 Hartelt (90.)

Gelbe Karten:

VfB

Knobel, Buder

FCO II

Gelb/Rote Karten:

VfB

Petrova

FCO II

Pohle

Schiedsrichter: Paul Wolter

Assistenten: Theresa Sophie Kosan, Falk Lehnigk

Zuschauer: 117

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Neugersdorf (H)

Spielbericht 21. PST Landesklasse Ost

SG Dresden Striesen – VfB Weißwasser 2:1 (1:0)
Samstag, den 11. Mai 2019

Trotz Regenwetters begleiteten zwei Kleinbusse voller Auswärtsfans, die Mannschaft des VfB Weißwasser zum Auswärtsspiel nach Dresden Striesen. Es stand beim Tabellendritten ein schweres Auswärtsspiel an. Die Dresdener konnten nach der 0:3 Niederlage beim Tabellenführer in der Vorwoche die eigenen Aufstiegsträume begraben und somit befreit aufspielen. Personell arg gebeutelt, wollten die Glasmacherstädter den Favoriten trotzdem ein Bein stellen und rechneten sich durchaus einen Punktgewinn aus. Bei diesem Gastspiel musste man auf Reimann, Biela, Woithe und Trause komplett verzichten. Radestock stand aus beruflichen Gründen erst ab der zweiten Hälfte zur Verfügung.

Das Spiel startete bei leichtem Regen und mit einem willigen Gastgeber. Auf dem schlecht präparierten Rasenplatz versuchten die Heimischen das Spiel schnell an sich zu reißen. Weißwasser stand jedoch kompakt und verteidigte das eigene Tor mit vorbildlichem Einsatz. Nach 13 Spielminuten hatten die Gäste die erste eigene Offensivaktion zu verzeichnen. Lukschanderl schickte Schmidt über die rechte Seite, dessen Abschluss konnte Torwart Kunath jedoch parieren. Nahezu im Gegenzug gaben auch die Striesener einen ersten Warnschuss auf das Tor der Weißwasseraner ab. Torwart Knobel hatte mit diesem Abschluss jedoch keinerlei Probleme. Nach 20 Minuten war es erneut Schmidt, der sich im Abschluss versuchte. Sein Schuss verfehlte den Kasten knapp. Nach einem Standard aus dem Halbfeld entstand die Führung der Gastgeber. Horst Rau brachte den Ball gefährlich in den Strafraum, sodass Oliver Kraatz beim Klärungsversuch unter Druck des Gegenspielers geriet und unglücklich in die eigenen Maschen verlängerte. Durch dieses Tor wurden bei den Gastgebern scheinbar zusätzliche Kräfte freigesetzt. Sie rannten nun ein ums andere Mal auf das Tor der Weißwasseraner, die im Abwehrverbund Schwerstarbeit zu verrichten hatten. Eine starke Leistung zeigte der junge Gino Kleinfeld, der als Außenverteidiger viele Zweikämpfe gewann und mehrere Schüsse blockte. Mit Mann und Maus verteidigten die Weißwasseraner dieses 0:1 bis zur Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte spielte der VfB wesentlich mutiger und erarbeitete sich deutlich mehr Spielanteile als in Halbzeit eins. Bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff bediente Schmidt Stürmer Beil perfekt. Der Abschluss erfolgte jedoch zu hastig du somit war diese vielversprechende Chance vertan. Auch der junge Hartelt hatte als Stürmer nun mehr Ballaktionen, allein der letzte Pass bzw. Abschluss wollte nicht gelingen. Somit wurde der gute Beginn des VfB in Minute 53 auf den Kopf gestellt. Nach einer eigenen Abseitsposition nutzten die Striesener die Unordnung des VfB mit schnellem Kombinationsspiel durch die Mitte. Kowaltschik kam im Strafraum zum Abschluss. Der Rettungsversuch von Franke machte den Ball unhaltbar, sodass der abgefälschte Schuss im linken unteren Toreck einschlug. Doch der VfB gab sich noch nicht geschlagen. Mit der Einwechslung von Radestock kam mehr Geschwindigkeit ins Spiel. Nach tollem Solo über links kam der letzte Pass auf den lauernden Hartelt zu ungenau. In der 61. Minute versuchte sich Hartelt mit einem Abschluss, der jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei ging. Der ins Spiel gekommene Weiser hätte wenige Sekunden nach seiner Einwechslung den Anschluss erzielen können. Seinen Alleingang stoppte Torwart Kunath mit einer Fußparade. Auf der Gegenseite hätte die Entscheidung fallen können. Wieder durch ein kurioses Tor. Doch der vom eigenen Spieler abgefälschte Schuss des Striesener Spielers ging Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Da die Gastgeber auch weitere gute Chancen nicht nutzten, kam der VfB nochmal zurück ins Spiel. Hartelt konnte nur regelwidrig im 16er gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Schmidt sicher. Es blieben drei Minuten Nachspielzeit um ein weiteres Tor zu erzielen. Der Ball konnte über Radestock und Balko nochmal vors Tor gebracht werden, leider fand sich kein Abnehmer. Auch die Gastgeber konnten einen Zwei auf Null Konter nicht zum dritten Tor nutzen. Es war die letzte Aktion des Spiels.

Aufgrund der Steigerung in Hälfte zwei wäre ein Punktgewinn durchaus möglich gewesen. Auch wenn der Heimsieg der SGS verdient war, sicher und überzeugend war er keineswegs. Die nächste Chance auf Punkte bietet sich dem VfB am kommenden Samstag im Heimspiel gegen die FCO Reseve aus Neugersdorf.

Die Mannschaften spielten wie folgt:

SG Dresden Striesen

Kunath, Kowaltschik, Herzog, Böhme, Arnold, Kausch, Grahl (46. Tahar Othman), Hegewald, Koch, Schulz, Rau

VfB Weißwasser

Knobel, Balko, Kleinfeld, Schmidt, Kraatz, Lukschanderl, Beil (56. Radestock), Hartelt, Petrova, Buder (64. Weiser), Franke

Torfolge:

1:0 Kraatz (26. / Eigentor)

2:0 Kowaltschik (54.)

2:1 Schmidt (90. / EM)

Gelbe Karten:

SGS

keine

VfB

Kraatz, Petrova

Schiedsrichter: Peter Schiffke

Assistenten: Andre Fischer, Tom Warschkow

Zuschauer: 54